Aktionen des Bündnisses für Demokratie und Toleranz

Der Kontakt bzw. der Link zu
Bernburger Bündnis für Demokratie und Toleranz -gegen Rechtsextremismus und Gewalt
Auf der Seite  http://www.buendnis-toleranz.de/themen/extremismus/163461/bernburger-buendnis-fuer-demokratie-und-toleranz-gegen-rechtsextremismus-und-gewalt sind die lokalen Kontakte aufgeführt und die Zielsetzungen des Bündnis formuliert. Das Bündnis tritt mit Pressemitteilungen und Aktionen in die Öffentlichkeit. Neben dem oben genannten WebAuftritt unterhält das Bündnis nach Kenntnis der Redaktion des Bernburger Montagsforums keine eigene Internetpräsentation mit der Dokumentation der lokalen Arbeit. Sobald dies der Fall sein wird, werden wir von hier aus auf diese verlinken und nicht selbst Dokumente des Bernburger Bündnisses einstellen.
Die zahlreichen Herausforderungen im Zusammenleben mit Migranten und Flüchtlingen ist nicht Kern der Ziele des Bündnisses, fordert das Bernburger Bündnis aber immer wieder.


11.01.2016: Mitgliederversammlung Aula des Campus Technicus

Bündnis für Demokratie und Toleranz – gegen Rechtsextremismus und Gewalt
Presseerklärung/ Leserbrief

Das Bündnis beschäftigte sich auf seiner letzten Mitgliederversammlung am 11.01.2016 mit der Situation der Flüchtlinge und Zuwanderer in Bernburg und im Salzlandkreis.
Es wurden die Berichte des Landrates und des Oberbürgermeisters entgegengenommen.
Beide schätzen übereinstimmend ein, dass die Unterbringung trotz stark angestiegener Zahlen und damit verbundener vieler Unwägbarkeiten erfolgreich war. In diesem Zusammenhang wird auf diesem Wege allen Beteiligten, hauptamtlichen und freiwilligen Helfern gedankt. Hier ist besonders das Betreuungskonzept des Landkreises und die Arbeit der Soziallotsen aber auch die ganz private Hilfe vieler Bürger zu nennen.
Die Entwicklung der Zuwandererzahlen ist im Moment nicht abzusehen, aber die Situation ist mit entsprechenden Anstrengungen beherrschbar.

Ein wichtiger Schwerpunkt wird neben der Unterbringung in der Zukunft die Integration sein. Es wurden viele Beispiele aus den Kommunen, den Kirchengemeinden, den Vereinen, den Kindertagesstätten und den Schulen mit Sprachklassen und Integration im Klassenverband diskutiert. Der Schwerpunkt muss weiterhin bei Kindern und Jugendlichen liegen. Alle Institutionen, besonders die Vereine, werden gebeten zu prüfen, ob noch Möglichkeiten zu Angeboten bestehen. Die Einbeziehung besonders der jungen Menschen wird entscheidend für das Gelingen der Integration sein.

Diskutiert wurden auch negative Pressemeldungen zur Kriminalitätsentwicklung. Dazu gibt es eine einhellige Meinung: Straftäter, gleich welcher Art, müssen gefasst und zeitnah bestraft werden. Sie dürfen nicht als Begründung für Rassismus und Flüchtlingshass herhalten. Aus der rechten Ecke darf nicht das deutsche Wohnzimmer werden. Was gestern eine rechtsradikale Meinung war, bleibt es auch heute.

Die Zivilgesellschaft hat nach Silvester keinen Grund, kleinlaut zu werden. Die Hilfsbereitschaft ist und bleibt großartig, ohne sie wird die Integration nicht gelingen.
Eine offene Diskussion über alle Fragen ist nötig. Ängste vor dem Fremden sind verständlich, aber meistens unbegründet. Man muss sie offen ansprechen und ausräumen.

In einem solchen schwierigen Prozess wie der Integration wird es auch Rückschläge geben. Die Zivilgesellschaft, die Bürger, sollten sich nicht verunsichern lassen und stolz auf das Geleistete sein, war die einhellige Meinung der Mitgliederversammlung.
Abschließend wurde über die weitere Arbeit des Bündnisses beraten. Ein besonderer Schwerpunkt wird die Öffentlichkeitarbeit sein.

Friedel Meinecke, Dr. Manfred Sievers, Sprecherrat des Bündnisses


Januar – April 2015:

Fragen des Bernburger Bündnis für Demokratie und Toleranz  an Führungskräfte in der Region

Serie des Bündnisses für Demokratie und Toleranz im Frühjahr des Jahres 2015

Die Zunahme von Flüchtlingen bewegt viele Menschen. In einer Serie wurden die wichtigsten Fragen dazu von Gesprächspartnern aus der Region in Kurzfassung beantwortet.
Die Beiträge wurden wöchentlich von der Bernburger Redaktion von Super Sonntag veröffentlicht. Wir danken der Lokalredaktion für die Zustimmung die Fragen und Antworten hier im Zusammenhang wiedergeben zu dürfen.

Frage 1: Sind die Menschen, die kommen Wirtschaftsflüchtlinge?

Antwort: Karl-Heinz Schmidt, Kreisoberpfarrer

Frage 2: Geht durch Zuwanderung die deutsche Kultur zu Grunde?             

Antwort: Dr. Roland Wiermann, Museumsdirektor

Frage 3: Haben wir in Deutschland nicht genügend eigene Probleme?

Antwort: Henry Schütze, Oberbürgermeister der Stadt Bernburg (Saale)

Frage 4: Gerät bei so vielen Zuwanderern unser Sozialstaat ins Wanken?

Antwort: Helmut Ibsch, Vorstand Salzlandsparkasse

Frage 5: Welche Chancen bringen ausländische Bürger für unsere Region?

Antwort: Prof. Dr. Dr.hc. Dieter Orzessek, Präsident der Hochschule Anhalt

Frage 6: Können wir es uns leisten, so viele Flüchtlinge aufzunehmen?

Antwort: Thomas Wolperding, Stellv. Werksleiter ESCO

Frage 7: Haben wir genug Platz um die neuangekommen Flüchtlinge unterbringen zu können?

Antwort: Frau Reingard Stephan, Fachbereichsleiterin Salzlandkreis

Frage 8: Sind ausländische Schüler schwieriger als andere Kinder?

Antwort: Frau Anngret Zahradnik, Schuldirektorin

Frage 9: Haben Musikeinrichtungen Möglichkeiten bei der Integration von Migranten?

Antwort: Antje Folkers, Direktorin der Musikschule Bernburg

Frage 10: Gefährdet die Zuwanderung ausländischer Menschen die Sicherheit des Salzlandkreises?

Antwort: Steffen Kuse, amtierender Leiter des Polizeirevieres Salzlandkreis

Frage 11: Steht der Salzlandkreis angesichts der Zunahme von Flüchtlingen vor einer Überfremdung?

Antwort: Markus Bauer, Landrat Salzlandkreis

 

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