TOURISMUS entlang der Saale

Bedeutung von Fernradwegen für den lokalen Tourismus, am Beispiel der Elbe
Anmerkungen von Dr. Ernst Paul Dörfel auf der Grundlage der Online-Veröffentlichung in der Mitteldeutschen Zeitung vom 5.3.2016:
Radtourismus-Boom in Sachsen-Anhalt Der Elberadweg bringt Region Millionen

Elbe-Tourismus stellt Güterschifffahrt wirtschaftlich in den Schatten.
Die Fernrad-Touristen auf dem Elberadweg haben 2015 allein in Sachsen-Anhalt (300 Elbkilometer) für ein Umsatzvolumen von 127,5 Millionen Euro gesorgt. Diese Zahl hat der Magdeburger Tourismusverband Elbe-Börde-Heide genannt (Mitteldeutsche Zeitung, – Link s.o. vom 5.3. 2016,: „Der Elberadweg bringt Region Millionen“).

Die durchschnittliche Ausgaben der Fernradler betrugen pro Tag und Person 73 Euro. Insgesamt 210 Beherbergungsbetriebe und elf Gaststätten in Sachsen-Anhalt besaßen 2015 das Qualitätssiegel „Radfreundlich am Elberadweg“. Das meiste Lob der Radler entlang des Elberadweges gab es für die ursprüngliche Natur, die schöne Landschaft und die gut ausgebauten Radwege. Die Wiederkehrbereitschaft liegt mit 83 Prozent auf dauerhaft hohem Niveau. Mehr als 91 Prozent der Befragten wollen den Elberadweg im Bekanntenkreis weiter empfehlen.

Die Zahl von 127,5 Mio Umsatz macht die Beliebtheit des Elberadwegs spürbar und deutlich. Die Menschen sind begeistert von der Landschaft, weil sie einzigartig in Deutschland ist, wie ich immer wieder auf meinen Lesereisen feststelle. Die Flusslandschaft der Elbe ist eben noch relativ naturnah, so was gibt es anderwo nicht, und das wird direkt bei einem Radurlaub erfahren.

Für eine wirtschaftliche Gesamtbetrachtung des Elberadweges kämen noch die Einnahmen in den Bundesländern Sachsen, Brandenburg , Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern hinzu, wenn man sich auf die Mittel- und Oberelbe beschränkt. Dieser Wert dürfte mit Sicherheit über 250 Mio. Euro pro Jahr liegen. Zum Vergleich: Der Umsatz der sechs Sächsischen Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) betrug im Jahre 2015 ganze 18 Millionen Euro (SZ online 03.02.2016). Neben diesen sechs Häfen der SBO kämen entlang der Mittel- und Oberelbe nur noch die Häfen Aken und Wittenberge hinzu, denn der Hafen Magdeburg wird ganz überwiegend über den Mittellandkanal und nicht über die Elbe angefahren. In einer vergleichenden Betrachtung kommt man zu dem Ergebnis, dass das wirtschaftliche Gewicht des Elbetourismus das der Güterschifffahrt um mehr als eine Zehnerpotenz übertrifft!                                           Dr. Ernst Paul Dörfler, 21.3.2016


 

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