INTERNATIONALER STAMMTISCH BERNBURG


Willkommen in BERNBURG (Saale), SACHSEN-ANHALT

Willkommen-Sachsen-Anhalt
Willlkommen in Sachsen-Anhalt!  – Welcome to Saxony-Anhalt!
Bienvenue en Saxe-Anhalt! – Dobro poschalowatch w Sachsen-Anhalt!
Seit Januar 2015 lädt das Bernburger Montagsforum einmal im Monat zum Internationalen Stammtisch mit Flüchtlingen ein
Für die wirtschaftliche Abwicklung dieser monatlichen Einladungen hat sich der Kultur Markt Bernburg e.V. bereit erklärt.
Im ersten Jahr fand dieser monatliche internationale Austausch im Restaurant Maximvs statt. Aufgrund des größer gewordenen Raumbedarfs findet der internationale Stammtisch ab der Veranstaltung am 28.12.2015 im Kulturzentrum Hotel Wien statt.

Die Organisatoren des Stammtisches bereiten jeweils einen Themenblock mit einem Fachreferenten, Internationale Leckerbissen und internationale Musik vor. Es gibt grundsätzlich keinen Alkohol, überwiegend Vegetarisches aber immer jede Menge interessanten Gespräche mit in der Regel mit Vertretern von über 10 Nationen.

Zu den Treffen kommen die Neuangekommenen, die Interesse an der Integration in Bernburg haben. Sie suchen Kontaktpersonen, die Ihnen helfen Ihr Deutsch zu verbessern, einen Praktikumsplatz oder einen Verein zu finden. Wer immer Lust und Zeit für einen solchen Austausch hat oder wer sogar bereit ist dem Neubernburger als Pate für die täglichen Fragen in der neuen Umgebung zur Verfügung zu stehen ist herzlich eingeladen zu den Internationalen Stammtischen zu kommen.

Im Sinne von Hendrik Liedtke, dem Chefarzt des Elisabeth-Krankenhaus in Halles, der in der in der Mitteldeutschen Zeitung vom 21.12.2015 auf Seite 2 wie folgt zitiert wurde: „..dass wir aufhören, großartige Unterscheidungen zu machen zwischen Ausländern und Deutschen, Wirtschafts- und Kriegsflüchtlingen. „Das bringst uns nicht weiter. …Wir müssen anfangen über Menschen zu sprechen“ bietet der Internationale Stammtisch eine Plattform für Gespräche mit den Flüchtlingen und anderen neu in Bernburg angekommen an.
Im folgenden finden Sie die Ankündigungen der geplanten und die Kurzberichte zu den durchgeführten Veranstaltungen.

Einzelthemen zum Thema Flüchtlinge und Asyl in Bernburg finden Sie in folgenden Unterseiten:
Pegida und Willkommenskultur
Wohnraum für Flüchtlinge in Bernburg
Migration in der Region
Hilfestellungen für Flüchtlinge + Netzwerke für Demokratie
Fakten gegen Parolen
Flüchtlingsthema-in-Medien
Rassismus in Bernburg

Monatlicher Internationaler Stammtisch Bernburg


Bernburg ist durch die Ansiedlung weiterer Internationaler Firmen, durch die höheren Anzahlen an internationalen Studenten und durch neuangekommene Kriegsflüchtlinge im vergangenen Jahr noch internationaler geworden. Das Erscheinungsbild in den Straßen ist nicht nur vielfältiger sondern vor allem auch jünger geworden. Die Integration der Internationalen Studenten und der Flüchtlinge geschieht nicht von selbst. Wichtig ist das Hallo auf der Straße. Am besten funktioniert die Integration in der Schule, im Arbeitsumfeld oder in den Vereinen. Einen kleinen Beitrag für einen ersten Austausch bietet der monatliche Internationale Stammtisch Bernburg. In der Regel jeden ersten Montag (je nach Monatslage auch einmal am letzten Montag) im Monat treffen wir uns von 18:00 bis 21:00 im Kulturzentrum Hotel Wien Ecke Krumbholz/Breite Straße. Räumlich ist dieser internationale Stammtisch dieses Jahr nun vom Restaurant Maximvs in das Hotel Wien umgezogen um gerade im Winter mehr Raum für Begegnung zu haben.

Wir bieten immer einen Themenblock mit einem Fachreferenten, Internationale Leckerbissen und internationale Musik. Es gibt grundsätzlich keinen Alkohol überwiegend Vegetarisches, aber immer jede Menge interessante Gespräche mit in der Regel Vertreter von über 10 Nationen…

Zu den Treffen kommen die Neuangekommenen, die Interesse an der Integration in Bernburg haben. Sie suchen Kontaktpersonen, die Ihnen helfen Ihr Deutsch zu verbessern, einen Praktikumsplatz oder einen Verein zu finden. Wer immer Lust und Zeit für einen solchen Austausch hat oder wer sogar bereit ist dem Neubernburger als Pate für die täglichen Fragen in der neuen Umgebung zur Verfügung zu stehen, ist herzlich eingeladen zu den Internationalen Stammtischen zu kommen.

Vorausschau zu den nächsten Internationalen Stammtischen

Regelmäßig am ERSTEN Montag im Monat ab 18:00 bis 20:00 im Kulturzentrum HOTEL WIEN an der Ecke Krumbholzstraße / Breite Straße in Bernburg auf dem MARKT vor dem Hotel Wien oder auf der Terasse des  Restaurant MAXIMVS an der Fussgängerbrücke



Oktober 2016



siehe www.kultur-markt-bernburg.de


Dezember 2016 – Januar 2017


 

 

Montag, 09 Januar 2017 | 18:00 – 21:00
HOTEL WIEN:  Internationaler Neujahresempfang

Bericht zu MONTAG 9. JANUAR 2017

DOKUMENTATION ZUM NEUJAHRESEMPFANG DES BERNBURGER INTERNATIONALEN STAMMTISCHES mit LANDRAT MARKUS BAUER

Neujahr 2017 – Titelblatt

Zu einer kleinen Feier zum zweijährigen Bestehen des Internationalen monatlichen Bernburger Stammtisches hatte das Bernburger Montagsforum mit Unterstützung der Hochschule Anhalt und des Kultur Markt Bernburg e.V. wieder alle Bernburger mit internationaler Herkunft, alle der zahlreichen Akteure aber auch alle an der Integrationsarbeit Interessierten herzlich eingeladen.
Landrat Markus Bauer hat zum Neujahr ein kurzes Resümee zur umfangreichen Integrationgrationsleistung des Landkreises  der der zahlreichen Neubernburger gehalten.

In diesem Jahr konnten wir vorzügliche syrische Appetizer geniesen.  Unter der Leitung von professionellen Köchen aus Syrien hatten Syrer mit Studenten des Masterstudienganges Online Kommunikation MOK in der Küche der AWO am Zepziger Weg über 4 Stunden zahlreiche Kostenproben zubereitet. Wir danken der AWO für die Bereitstellung der Großküche.

Von rechts: Abdullah Al-Kuhhali erläutert die zahlreichen Speisen und stellt Chefkoch Mohamad Mamoun ALSAGHIR mit seinem Team vor

World Melange (im Wiederaufbau) unter der Leitung von Alhassan D. NADJOMBE spielte anschließend zum Tanz.

Link zu dem Beitrag des Regionalfernsehen

Der Link zu den Bildern von dem Stadtarchivar Joachim Hennecke: <Galerie 9. Januar 2017>

Ganz herzlichen Dank für die Gespäche und Vorschläge und an die zahlreichen aktiven Helfer!  Die Bilder in der Galerie zeigen auch diese vielen helfenden Hände, die hier immer selbständig mitarbeiten.

Wir werden die zahlreichen Anregungen bezüglich des direkten Handlungsbedarf so gut wie möglich aufgreifen.

World Melange – Regelmäsige Trommelworkshops Freitags 16:00 bis 20:00 (2 mal monatlich)-> Wer mitspielen will (ob Trommel oder anderes Instrument soll sich bitte bei montagsforum@t-online.de anmelden

Auszug aus dem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung, MITTWOCH 11.01.2017, Seite 9:

„… Lokales

Abwechslung für viele Flüchtlinge

INTEGRATION Beim Neujahrsempfang des Internationalen Stammtisches in Bernburg treffen sich die Kulturen.

VON MAXIMILIAN MÜHLENS
BERNBURG/MZ – Schon auf der Straße hört man am Montagabend die Trommelklänge, die aus dem „Hotel Wien“ dringen. Mehrere afrikanische Flüchtlinge sitzen in einem Halbkreis zusammen und schlagen rhythmisch mit ihren Händen auf die Felle ihrer Trommeln. Eine Frau, die ebenfalls aus Afrika stammt, tanzt und summt mit den Klängen. Kurze Zeit später gesellen sich zu ihr mehrere Männer aus Syrien, die mit ihr tanzen. Um sie herum stehen viele weitere Menschen, die klatschen oder die Szenerie mit ihren Smartphones festhalten.Der Internationale Stammtisch des Bernburger Montagsforums hatte zu einem Neujahrsempfang in das Kulturzentrum geladen, mit dem gleichzeitig auch das zweijährige Bestehen des Stammtisches gefeiert wurde. „Der heutige Empfang ist vor allem für die Flüchtlinge, die in Bernburg ein neues Zuhause gefunden haben, gedacht“, erklärte Professor Erich Buhmann, Organisator des Montagsforums….
[Ende des Auszugs, mehr als E-PAPER bei MZ-WEB.de oder bei MZ-Online
http://www.mz-web.de/bernburg/integration–abwechslung-fuer-viele-fluechtlinge-25517972 oder in der Papierausgabe vom 11. Januar 2017]

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Dokumentation bisheriger Internationaler Stammtische in Bernburg im Jahre 2016 (Dezember – Januar)


Montag, 05. Dezember 2016:  | 18:00 – 21:00
HOTEL WIEN: Internationale Feier zum Jahresabschluss

5.  DEZEMBER 2016:  Eindrücke von „Afrikanischen Köstlichkeiten und Afrikanischer Musik im Hotel Wien“
Wir wurden von unseren Afrikanern, die in Bernburg wohnen, verwöhnt. Herzlichen Dank!

Ort: Kulturzentrum HOTEL WIEN, Krumbholzstraße / Breite Straße

Wir danken uns mit den Bildern von Joachim Hennecke bei den afrikanischen Köchen und bei World Melange für den afrikanischen Abend mit Bernburger und internationalen Gästen aus zahlreichen Ländern.

internationaler-stammtisch-5-12-16-jh20161205001

Afrkaischer Tanz mit Syrischen Gästen
Afrikanischer Tanz mit Gästen aus vielen Ländern
World Melange
World Melange aus Bernburg

Der Link zur Galerie mit allen Bildern von diesem Afrikanischen Abend


Nachbereitung zu Montag, 07. November 2016: | 18:00 – 21:00
HOTEL WIEN: Aktuelle Fragen zur Integration in Sachsen-Anhalt und in der Region Bernburg-Status

Der große Druck zur Unterbringung in den Gemeinschaftsunterkünften ist laut den Angaben des Fachbereich Asyl des Salzlandkreises im Bernburger Kurier der MZ vom 22.11.2016 auf knapp über 400 gesunken. Geblieben sind sehr viele mit Lachen und mit Schatten in den Augen, viele die eine Perspektive von vielen Helfern auf gezeigt bekommen haben aber auch viele deren Weg der Integration noch nicht deutlich sind.
Es werden neue Angebote für die weitere Integration vorbereitet. Wir laden weiterhin jeweils zum Ersten Montag im Monat zum Austausch ein.


Freitag, 21. Oktober 2016: | | 14:00 – 20:00
MARKT BERNBURG und ALTES RATHAUS am Markt: Jam Session mit World Melange

Gemeinsam Musizieren mit ehem. WORLD MELANGE

Zur Vorbereitung der diesjährigen Interkulturellen Woche in Bernburg boten Musiker der ehemaligen World Melange eine Reihe von öffentlichen Jamsession an.
Nach dem gelungenem Auftakt am Montag den 5. September wurden die nächsten Angebote zum Musizieren an den Montagen, 26. September und 10. Oktober 2016 jeweils von 18:00 bis 20:00 vor dem Gebäude Markt 15 in der Bernburger Talstadt sein.
Wer es sich zeitlich erlauben konnte war zu den Auftritten zur Hauptveranstaltung der Interkulturellen Woche am Dienstag den 27. September auf dem Karlsplatz von 10:00 bis 12:00 und zum Kulturmarkt Bernburg am 21. Oktober 2016 auf dem Markt ab 15:00 eingeladen.

Gesucht werden auch weiterhin Musiker, die selber Ihre Trommeln zu den Veranstaltungen mitbringen oder mit Ihrem Instrument sich in die Rhythmus einbringen möchten.


September 2016


Montag,  06. September 2016: | 18:00 – 20:00 MARKT BERNBURG:
Afrikanischer Abend

Gemeinsames Musizieren
Zur Vorbereitung der diesjährigen Interkulturellen Woche in Bernburg boten Musiker der ehemaligen World Melange eine Reihe von öffentlichen Jamsession an.

Internationale Jam Session am 5. September 2016
Internationale Jam Session am 5. September 2016

Nach dem gelungenem Auftakt am Montag den 5. September werden die nächsten Angebote zum Musizieren an den Montagen, 26. September und 10. Oktober 2016 jeweils von 18:00 bis 20:00 vor dem Gebäude Markt 15 in der Bernburger Talstadt sein.
Wer es sich zeitlich erlauben kann ist dann auch zu den Auftritten zur Hauptveranstaltung der Interkulturellen Woche am Dienstag den 27. September auf dem Karlsplatz von 10:00 bis 12:00 und zum Kulturmarkt Bernburg am 21. Oktober 2016 auf dem Markt ab 15:00 eingeladen. Gesucht werden Musiker, die selber Ihre Trommel mitbringen oder mit Ihrem Instrument sich in die Rhythmus einbringen möchten.
Bilder von Joachim Hennecke vom 5. September 2016: „Intern. Jamseesion 5. Sept.2016“:

Internationaler Stammtisch, Afrikanischer Abend 2016, JH20160905,21Internationaler Stammtisch, Afrikanischer Abend 2016, JH20160905,27

August 2016


Montag,  01. August 2016 | 19:00 – 21:00 MAXIMVS:
Reihe Gesprächsabend Fluchtursachen
Die Heimat zu verlassen ist das allerletzte was ein Mensch machen wird. Für die Flucht waren gravierende Gründe ausschlaggebend. Wir wollen mit den Kriegsflüchtlingen in kleinen Gruppen über diese Ursachen sprechen um diese Gäste besser kennen zu lernen.
Treffpunkt: Stammtisch oben bei MAXIMVS – bei Sonnenschein Terrasse oben
Die Idee für diese Gesprächsreihe wurde von ATTAC Könnern-Halle vorgeschlagen.

Die nächsten Termine des moatlichen Internationalen Stammtisches:
2016-Internationaler-Stammtisch-Bernburg-juni-2

Juli 2016


Montag, 04. Juli 2016
Der regulärer Internationaler Bernburger Stammtisch zum Monatsbeginn wurde wegen Rhamadan eine Woche geschoben

Montag, 11. Juli 2016: | 18:00 – 21:00 HOTEL WIEN:
Syrischer Abend Internationale Leckerbissen und Musik

zur Veranstaltung am MONTAG den 11. JULI 2016
Organisation mit Kulturinitiative Hotel Wien
Moderation: Prof. Erich Buhmann
Ort: Kulturzentrum HOTEL WIEN, Krumbholzstraße 18, 06406 Bernburg (Saale)

Eine Woche nach dem Ende  des Ramadan (arabisch رمضان , dem Fastenmonat der Muslime und neunter Monat des islamischen Mondkalenders, hat der Syrische Koch Kamal KHALIFAH mit Freunden  für rund fünfzig Gäste des Bernburger Internationalen Stammtisches gekocht.

Titel 11 Juli 2016
Titelbild von Joachim Hennecke zum Syrischen Essen am 11 Juli 2016
Willkommen
Willkommen
Guten Appetit!
Guten Appetit!

Wir danken unserem syrischen Koch Kamal KAALIFAF, seinen Helfern wie Mohammad Mockles Jaha, der Jugendinaitiative HOTEL WIEN und Joachim Hennecke für die Bilder unter der Gallerie zum 11. Juli 2016!

Jeder der rund 800 Flüchtlinge in Bernburg hat oft essentielle Fragen auf die er Antworten sucht. Ob es die Albanischen Flüchtlinge sind, die abgeschoben werden obwohl Ihre Kinder hier aufgewachsen sind und nur Deutsch sprechen, ob es die vielen Syrer sind die seit 10 Monaten auf Ihren Aufenthaltststitel warten oder die syrische Familie, die in ganz Europa verteilt ist. Wir können zum Internationalen Stammtisch nur Zuhören und versuchen an Migrantenberater zu vermitteln. Wir haben uns daher sehr gefreut, dass im Juli so zahlreiche Bernburger zum Gespräch mit den Flüchtlingen gekommen sind. Am 1. August um 18:00, dieses mal auf der Terrasse des Restaurants MAXIMVS, geht es weiter.


Juni 2016


Montag,  06. Juni 2016: | 19:00 – 21:00 MAXIMVS:
Arbeitsvermittlung von Flüchtlingen. Angebote der Agentur für Arbeit Bernburg

Dokumentation: Montag, 2. Mai 2016, 18:00 – 21:00
HOTEL WIEN_Kulturzentrum

Leben in Bernburg – Grüße aus der Talstad.:
Kostenproben eines typischen deutsches Abendbrotes  serviert von den Mitgliedern der Talstadtgemeinde der Marienkirche und Musik von LEPIAN

Bilder zum Internationalen Stammtisch in Bernburg am 2. Mai 2016 Bilder zum Internationalen Stammtisch in Bernburg am 2. Mai 2016 von Joachim Hennicke
Das Büffet ist eröffnet Das Büffet ist eröffnet

Gemeindekirchenrat Hanni Musche erläutert das "Deutsche Abendbrot" (für diesen Anlass ohne Schweinefleisch Gemeindekirchenrätin Hanni Musche erläutert das „Deutsche Abendbrot“ (für diesen Anlass ohne Schweinefleisch

Wir bedanken ist bei den Mitgliedern der Talstadtgemeinde für dieses herrliche und liebevoll zusammengestellte Abendbrot.

Lepian spielt auf Lepian spielt auf

Humorvolles Mitmachen Humorvolles Mitmachen

Auch den Musikern von LEPIAN sei gedankt für diesen wunderschönen internationalen Abend mit Jazz aus der Talstadt!

Der Link zu den Bilder von Herrn Hennecke von diesem Abend: https://www.dropbox.com/sh/816wj9rz1h6fz8a/AADNsPGqcL0TMdxhuH0vjygea?dl=0


Dokumentaion: Montag, 4. April 2016, 18:00 – 21:00
HOTEL WIEN_Kulturzentrum

Internationaler Stammtisch mit Flüchtlingen: Bericht der Bernburger Soziallotsen.

Am Montag, den 4. April 2016 berichteten Soziallotsen aus Bernburg über Ihre Arbeit.
Seit einem knappen Jahr sind im Salzlandkreis sogenannte Soziallotsen ehrenamtlich im Einsatz. Für die Stadt Bernburg (Saale) sind derzeit sechs Sozialosten bestellt. Koordiniert werden die Bernburger Soziallotsen von der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Frau Regina Stein. Jeden Montag von 9:00 bis 12:00 bieten die Bernburger Soziallotsen in der Sozialstation in der Auguststraße 68 gegenüber dem Bernburger Bahnhof eine Sprechstunde an (von der es dann oft mit den Betroffenen in eines der Ämter geht..).

Interessierte Bernburger und Flüchtlinge wurden an Fallbeispielen informiert für wen die Soziallotsen tätig sind und wie die Begleitung und Hilfestellung im Alltag der ehrenamtlichen Integrationshelfer aussieht.

Das Soziallotsenprojekt des Landkreises wurde zum 01.06.2015 mit 13 Soziallotsen gestartet. Inzwischen sind 47 Soziallotsen für den Salzlandkreis bestellt wurden.Einen Teil der heute im Salzlandkreis tätigen sind in der Präsentation der Volksstimme mit Bild dargestellt: Gesicht zeigen

Neben Frau Regina Stein berichteten die Bernburger Soziallotsen Doris Maedge, Katharina Davarre und Beate Hecke von Ihrer mit großen persönlichen Engagement gekennzeichneten Betreuungsabläufen. Die persönliche Belastungsgrenze ist bei der der Vielzahl zu lösenden Fragen mit den sehr vielen behördlichen, sprachlichen und kulturellen Herausforderungen sehr schnell erreicht.

Diskussion_4-4-2016
Diskussion mit dem Podium von links: Katharina Davarre , Regina Stein, Beate Hecke, Prof. Erich Buhmann und Doris Maedge

Die Soziallotsen betreuen die Flüchtlinge, die als Familien direkt in von Landkreis angemieteten Wohnungen untergekommen sind. In Bernburg sind das derzeit etwa 250 Flüchtlinge. So betreut jeder Bernburger Soziallotse derzeit mindestens 20 Personen.Die Soziallotsen erhielten am Anfang zunächst eine Einführungsausbildung in den Prozess des Asylrechtes, den jeder Flüchtling durchlaufen muss (Antrag auf Asyl, Melderecht, verschiedenen Aufenthaltsrechte) und die für Flüchtlinge wesentlichen Regeln des Sozialrechtes (Antrag auf Geldkarten, Sozialscheine für medizinische Leistungen, für Möbel, für Kindergartenplätze u.v.a.).

Obwohl diese Verwaltungsprozesse schon für viele deutschsprachige Bürger schwer zu verstehen sind, ist es schier nicht leistbar diese jemanden der andere kulturelle Abläufe gewöhnt ist in einer fremden Sprache  zu vermitteln. Schrittweise stehen nun arabische Handzettel zur Verfügung, aber in den ersten Wochen war jeder Schritt ein Martyrium für Betreuer und Betroffene. Für die Übersetzung in das Arabische konnten die Bernburger oft auf den Soziallotsen Ibrahima Jakite aus Nord-Mali zurückgreifen. Grundsätzlich besteht ein großes Defizit in der Verfügbarkeit der Übersetzung in das Arabische. Oft muss auf Netzwerke über die die Englische Sprache im Familienverbund, zum Teil dann auch über Telefonkonferenzen, geholfen werden.

Teilnehmer, hier aus mehr als fünf Nationen
Interessierte Teilnehmer, hier aus mehr als fünf Nationen

Allen Flüchtlingen wird in Bernburg ein Deutschunterricht angeboten. Ziel der Kurse sollte zunächst die Prüfung für das Goethe-Zertifikat A1 sein, das  ganz einfache Sprachkenntnisse bestätigt. Diese erste Stufe (A1) ist der erste Schritt auf der sechsstufigen Kompetenzskala des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen.

Mitglieder einer von Bernburger Soziallotsen betreuten Familie
Mitglieder einer von Bernburger Soziallotsen betreuten Familie

Weitere Hintergründe zu dem Modell Soziallotsen im Salzlandkreis:
Die Anzahl der Soziallotsen und ihre Berufung richtet sich nach dem jeweiligen örtlichen Bedarf der sich aus den in Wohnungen untergebrachten Asylbewerbern ergibt. Die Berufung erfolgt nach Abstimmung über die Anzahl auf Vorschlag der jeweiligen Stadt, Gemeinde oder Verbandsgemeinde.
Aufgrund der momentan stagnierenden Zuweisungszahlen sind derzeit keine weiteren Bestellungen vorgesehen.
Grundsätze, Aufgabenfeldern und die Aufwandsentschädigung der Soziallotsentätigkeit des Salzlandkreises sind in einer Satzung definiert. Der Link hierzu: http://www.salzlandkreis.de/Salzlandkreis/Verwaltung/Satzungen/main.htm
Die Satzung zu den Soziallotsen finden Sie unter dem Bereich Kreistagsangelegenheiten.

Aktuelle Probleme:
Seit der Diskussion zum Internationalen Stammtisch am 7. März und am Stammtisch vom 4. April haben sich folgende Problemfelder herausgestellt, die im Zuständigkeitsbereich des Landrates diskutiert werden sollen:

  1. Für Flüchtlinge ist es nicht nachvollziehbar wer wann zur Anhörung vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in der Zentrale Anlaufstelle für Asylbewerber (ZASt) in Halberstadt eingeladen wird. Die Flüchtlinge sollen auf die schriftliche Einladung zum Gespräch warten. Flüchtlinge die mehrere Monate auf eine Einladung warten interpretieren dies so, als ob diese immer noch nicht erfolgte Einladung aufgrund einer negativen Vorentscheidung so lange dauert.  Zum Teil sprechen daher ungeduldige Flüchtlinge ohne Termin in Halberstadt vor und werden zugelassen, in der Regel werden diese aber auch nicht zugelassen. Wir wurden darauf hingewiesen, dass andere Landkreise zum Teil diese Unsicherheiten ab puffern, indem Sie mit der ZAST für Ihre Flüchtlinge die Anhörungstermine koordinieren und Gruppenfahrten organisieren.
  2. Einzelreisende, die nach der Anhörung ihre dreijährige Aufenthaltsgenehmigung erhalten haben, werden aufgefordert aus der Gemeinschaftsunterkunft aus zu ziehen. Einzelreisende kann derzeit kein Wohnraum in Bernburg angeboten werden. Es sollte daher versucht werden a) Wege zu finden, bei denen Einzelreisende noch solange in der Gemeinschaftsunterkunft bleiben können, bis dieser Ihre Sprachkurs zumindest mit dem Zertifikat A1 abgeschlossen hat und b) sollten Wege gefunden werden, dass Einzelreisende mit Aufenthaltsgenehmigung, die aktiv Integrationsangebote in Bernburg annehmen in Bernburg auch Wohnraum bekommen können.
  3. Für Familien in Wohnungen, die wie beispielsweise in Biendorf sehr stark von Ihren Nachbarn unterstützt wurden, die Kinder in den Einrichtungen haben und wohl bald Ihren Aufenthaltstitel bekommen muss, unbedingt ein Weg gefunden werden, damit diese von der Bevölkerung getragenen Integrationsleistungen nicht durch angeordneten Wegzug „verbrannt“ werden.

Wir wollen diese drei Punkte mit dem Landrat besprechen und werden hier über Lösungswege berichten.


 

Dokumentation: Montag, 7. März 2016, 18:00 – 20:00
HOTEL WIEN_Kulturzentrum

Internationaler Stammtisch mit Flüchtlingen:
Workshop: Anhörung vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:

Vorbereitung auf das Gespräch. Eine Veranstaltung des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt für Betreuer von Flüchtlingen und Flüchtlingen, die noch kein Anhörungsgespräch hatten.

Der Referent Dr. Carsten Hörich hat an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Bereich des Migrationsrecht promoviert und ist als freier Dozent für Migrationsrecht tätig.  Kontakt: carsten.hoerich(at)jura.uni-halle.de

Ankündigung Workshop zur Anhörung des Flüchtlingsrates am 7.3.2016
Ankündigung Workshop zur Anhörung des Flüchtlingsrates am 7.3.2016

 

Schrittweise Erläuterungen des Anhörungsverfahrens am 7.3.2016
Schrittweise Erläuterungen des Anhörungsverfahrens am 7.3.2016

Der Abend begann  mit einer lukullischen Überraschung.  Syrische Familien hatten zahlreiche syrische Leckerbissen vorbereitet. Die Gerichte mit Couscous, Reis und vielen frischen Salaten waren sehr schmackhaft und in so großer Menge, dass alle der über zweihundert Gäste etwas zum Kosten bekamen. Ein ganz ganz großes Kompliment für die Leistung!

Couscous, feine Reisgerichte und viele frische Salate
Couscous, feine Reisgerichte und viele frische Salate

In der Sequenz des Ablaufs des Anhörungsverfahrens wurden vor über die große Anzahl an Flüchtlingen und Bernburgern  in Deutsch, Arabisch, Französisch und Englisch eingehende folgende Fragestellungen  erläutert:
– Wie kann ich mich auf die Anhörung vorbereiten?
– Wie läuft die Anhörung im Asylverfahren ab?
– Was muss ich beachten und welche Rechte habe ich?

Referent Jurist Dr. Carsten Hörich, Dolmetscher und Mitarbeiter des Flüchtlingsrates
Gastgeber, Referent Jurist Dr. Carsten Hörich, Dolmetscher und Mitarbeiter des Flüchtlingsrates

Die Flüchtlinge wurden aufgefordert sich darauf vorzubereiten die gesamte Geschichte der persönlichen Verfolgung im Detail vorzutragen und nach Möglichkeit Beweise mit zu bringen. Schon geringfügige Ungenauigkeiten können zur Aberkennung führen. Ferner wurde die Rolle des Übersetzers und der Wortprotokolls deutlich gemacht.

Als Empfehlung zur Einführung wurde das mehrsprachige Informationsblatt des Informationsverbund Asyl und Migration verteilt, das aber auch zum herunterladen zur Verfügung steht: „Anhörung“

Mehrgeneration .. alle warten auf den Anhörungstermin
Mehrgeneration, zahlreiche Herkunftsländer .. fast alle warten auf den Anhörungstermin

Zum Schluss wurde von zahlreichen Flüchtlingen die Ohnmacht und Verunsicherung über die Ungewissheit bezüglich des Termins des Anhörung geäußert. Viele warten nun schon länger als 6 Monate, während einige wenige schon nach 3 Monaten zur Anhörung eingeladen wurden.

Der Referent betonte, dass keiner der Flüchtlinge diese sehr unterschiedliche Länge der Wartezeit persönlich nehmen darf. Es ist derzeit reiner Zufall wer wann den Termin bekommt. Es gibt keine Möglichkeit diesen Termin schneller ein zu klagen.

Jeder einzelne Flüchtling muss mit dieser Unsicherheit umgehen und gleichzeitig alles darauf zu setzen während dieser Wartezeit Deutsch zu lernen und sich bei der Arbeitsagentur ab einer Mindestsprachkenntnis zunächst um Praktika zur Einarbeitung zu bemühen. Da die Deutschkenntnisse bei vielen soweit sind dass diese mit Deutschen geübt werden könnten sind Möglichkeiten des Austausches mit Bernburgern auf Deutsch gesucht.

Nach der Erläuterungen folgten zahlreiche Fragen und Diskussionsbeiträge
Nach der Erläuterungen folgten zahlreiche Fragen und Diskussionsbeiträge

Wie gut die Deutschkenntnisse zum Teil schon sind zeigt die Erklärung der Syrer zum Internationalen Bernburger Stammtisch am 7.3.2016:

Erklärung von Ali Sulaiman im Namen aller syrischen Flüchtlinge, die jetzt in Bernburg leben
anlässlich des Internationalen Stammtisches am 7. März 2016 in Bernburg vorgelesen

„Guten Abend meine Damen und Herren, hallo zusammen, ich möchte hier über ein Thema sprechen.
Es ist etwas, was uns alle betrifft, ob wir Syrer sind oder Deutsche oder woher auch immer sonst wir kommen.
Ich weiß und Ihr wisst es auch, dass viele Deutsche die Situation in Syrien jetzt besser verstehen, einschließlich, warum so viele Flüchtlinge kommen.
Aber ich möchte mit meinen Worten nun einiges ansprechen.

Ich möchte sagen; wir sind geflohen, weggerannt vor Tod, Terror, Unterdrückung der Freiheit und vor permanenter Unsicherheit.
Wir sind nicht aus unseren eigenen persönlichen Gründen oder aus wirtschaftlichen Gründen hier.
Der Krieg hat uns auf diesen Weg gezwungen, dazu, ein neues Leben anzufangen.

Wir wissen, dass viele von Ihnen hier in Deutschland und Ihre Familien, Ihre Vorfahren den Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Sie wissen, wie das ist. Der Krieg ist immer hässlich.
Ich bitte Sie also, sich kurz vorzustellen, wie schmerzhaft es für jeden Menschen ist, wenn vor seinen Augen sein Land zerstört wird.
Er steht hilflos davor und er kann nichts, rein gar nichts tun, seine Heimat zu retten.

Wir waren vorher sehr glücklich in unserem Leben in Syrien. Niemand dachte vor dem Krieg daran oder hätte es sich vorstellen können, das Land zu verlassen. Das verursacht uns viel Schmerz.
Aber alles, was mit uns geschieht, ist auch unser Schicksal.
Mir ist es wichtig, dass Sie wissen:
Wir möchten uns in Ihre Gemeinschaft und Ihre Gemeinde integrieren.
Wir fühlen uns dem deutschen Recht verpflichtet und wir wollen auch mit Ihnen in Frieden leben, ein gemeinsames Leben. Das wir zusammen stehen.
Denn zusammen sind wir stärker und wir müssen uns auch gegenseitig unterstützen, beharrlich zu sein.
Wir können dies nicht alles allein schaffen. Nur mit Ihrer Hilfe werden wir das Unmögliche erreichen.
Denn wir wollen von hier sein und ein Teil der deutschen Gesellschaft werden. Wir haben viel verloren, aber wir haben immer noch unsere Träume behalten.
Wir möchten hier in Deutschland unsere Träume verwirklichen, um sie hier positiv in Ihre Gemeinschaft einzubringen.
Ihr Land ist sehr schön und wir wissen, dass auch Sie, die Menschen hier in Deutschland, den Frieden lieben.

Ich wünsche, dass Sie und Ihr mich auf gute Weise versteht.
Wenn Sie eine Frage haben, oder ein Anregung, etwas, das Sie sagen möchten: Herzlich Willkommen.
Und schließlich danke ich Ihnen und Euch für Ihre und Eure Zeit. Ich danke auch für die Aufmerksamkeit.
Und ich wünsche Ihnen alles Gute im Leben.“

Ali Sulaiman, im Namen aller Syrer in der Gemeinschaftsunterkunft in der Aderstedter Straße

Ali Sulaiman ist  Sprecher der Syrer in der Gemeinschaftsunterkunft in der Aderstedter Straße, Bernburg

Lehrer und auch Betreuer...
Lehrer und auch Betreuer… ein spannender Weg

Danksagungen für die Unterstützung des Workshops am 7.3.2016
Danke an den Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V. für die Organisation und Finanzierung des Referenten und der Dolmetscher sowie der Bereitstellung der Informationsmaterialien,
Dank an die syrische Organisationsgruppe für die Verköstigung,
Danke an das Kulturzentrum Hotel Wien für die zur Verfügung Stellung der Räume,
Dank an den Kultur Markt Bernburg e.V. für die Übernahme der Kosten für die Getränke,
Dank an Jeanne Colgan, Grete Eschrich, Anton Spitz und Noah Buhmann für die tatkräftige Vor- und Nachbereitung,
Dank an Joachim Hennecke für die Bilddokumentation, sowie
Dank an die Dozenten der Kreisvolkshochschule Salzlandkreis und der Hochschule Anhalt für die Unterstützung.

Links zu Materalien und weiterführende Links:
Bernburger Erklärung der Syrer vom 7.3.2016 zum Ausdruck:
Montagsforum-INTERENATIONAL-ERKLÄRUNG-BERNBURGER-SYRER-7-März-2016

Die zahlreichen Bilder von Joachim Hennecke können sie einsehen in der Galerie; Bernburger Internationalen Stammtisch am 7.3.2016

Mehrsprachige Ausgaben des Informationen des Informationsverbund Asyl und Migration  „Anhörung“

Link zu aktuellen Vorträge zum Migrationsrecht und Migrationspraxis im Rahmen der „Open Lectures“ der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg (Stand 7.12.2015…)

Flyer der Ankündigung des Bernburger Internationalen Stammtisches vom 7.3.2016 zum herunterladen: 2016-March-7_Bernburg-Anhörung

Kontakt zum Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit in Bernburg unter Telefon 0800/45 55 52 0 oder via E-Mail unter bernburg.migration@arbeitsagentur.de
Kontakt: Stefanie Deutschbein, Ausländerbeauftragte der Agentur für Arbeit in Bernburg
Wie oben erwähnt vermitteln die Mitarbeiter des Arbeitgeber-Services Praktika mit entsprechend vor-qualifizierten Flüchtlingen. Arbeitgeber, die bereit sind, Flüchtlingen zum Beispiel im Rahmen von Praktika, eine Chance zu geben oder sich zum Beschäftigungspotenzial der Flüchtlinge informieren wollen werden aufgefordert Kontakt auf zu nehmen. Bis jetzt konnten schon die ersten Lehrstellen, zum Beispiel für Köche vermittelt werden.


DOKUMENTATION: Montag, 25. Januar 2016:
19:00 – 21:00 HOTEL WIEN_Kulturzentrum

DOKUMENTATION: Montag, 25. Januar 2016:Ort: HOTEL WIEN Kulturzentrum

Friedliches Miteinander von Afrikanern, Syrern und Alt-Bernburgern

Bericht zum Neujahresempfang des Internationalen Stammtisches mit Landrat Markus Bauer am 25. Januar 2016

Zu der kleinen Feier zum einjährigen Bestehen des Internationalen monatlichen Bernburger Stammtisches kamen mehr als einhundert Gäste aus über zehn Nationen zu italienischer Pasta und afrikanischer Musik.

neujahr-2016-promo

Landrat Markus Bauer diskutiert mit Kriegsflüchtlingen
Landrat Markus Bauer diskutiert mit Kriegsflüchtlingen

Landrat Markus Bauer begrüßte diese große Gruppe Flüchtlinge und die zahlreichen Bernburger Gäste recht herzlich zum Neuen Jahr. Die zum Teil arabisch sprechenden Neu­bernburger waren sehr angetan, dass der Mitarbeiter des Salzlandkreises, Seluan Al-Chakmakchi, das Grußwort gleich ins Arabische übersetzten konnte. Landrat Markus Bauer bat die Flüchtlinge um Geduld für die Länge der Verwaltungsprozesse und Verfahren, die nicht immer in der Hand der Mitarbeiter des Land­kreises liegen. „Vieles konnte im letzten Jahr Dank des Betreuungskonzeptes verbessert und beschleunigt werden“, erläuterte der Verwaltungschef. Er freue sich, dass der Landkreis alle Flüchtlinge vor dem Winter aus der Notunterkunft in angemessenen Wohnraum umsiedeln konnte und dass die Grundlagenkurse zum Erlernen der deutschen Sprache angeboten werden können. Dieser Erfolg sei der Leistung von vielen Mitarbeitern bei den freien Trägern, den Rettungsdiensten und den Verwaltungen zu verdanken. Die Arbeitsvermittlung werde derzeit in Kooperation mit dem Jobcenter organisiert. Eine große Hilfe für die Anfangsbetreuung sei der Einsatz der in vielen Orten bereits etablierten Soziallotsen. Landrat Bauer forderte die Flüchtlinge auf, sich auf die deutschen Eigenarten, wie die pünktliche Einhaltung von Terminen in der Verwaltung, einzustellen. In Deutschland seien die Gepflogenheiten anders als in den Heimatländern. Im Rahmen der Betreuung sollen diese Punkte vermittelt werden, um Missverstehen vorzubeugen.

Professor Buhmann hielt als Moderator des Bernburger Montagsforums fest, dass Bernburg durch die Ansiedlung weiterer Internationaler Firmen, durch die höheren Anzahlen an inter­nationalen Studenten und durch neu angekommene Kriegsflüchtlinge im vergangenen Jahr noch internationaler geworden ist. Das Erscheinungsbild in den Straßen ist nicht nur vielfäl­tiger, sondern vor allem auch jünger geworden. Die Integration der Internationalen Studenten und der Flüchtlinge geschieht nicht von selbst und benötigt auch etwas Zeit. Für beide Seiten gilt wohl, dass schon das tägliche Hallo auf der Straße wichtig für das Gefühl des Miteinanders ist. Am besten funktioniert die Integration der Kinder in der Schule. Auch ein Arbeitsumfeld oder Vereine und Kirchengemeinden sind fruchtbare Umfelder für Integration. Flüchtlinge haben ein extrem hohes Maß an Eigeninitiative unter Beweis gestellt. Zur Integration ist aber Hilfe zur Selbsthilfe, wie beispielsweise eine höhere Anzahl von Sozialbetreuungskräften, notwendig.

Seit einem Jahr lädt das Bernburger Montagsforum am ersten Montag im Monat regelmäßig Flüchtlinge zum Dialog über deren Fragen zum täglichen Leben in Bernburg ein. Der monatliche Internationale Stammtisch Bernburg bietet einen kleinen Beitrag für einen Austausch zwischen Neu- und Altbernburgern an, in der Regel jeden ersten Montag (je nach Monatslage auch einmal am letzten Montag) im Monat treffen wir uns von 18:00 bis 21:00 im Kulturzentrum Hotel Wien, Ecke Krumbholz/Breite Straße. Räumlich ist dieser internationale Stammtisch dieses Jahr nun vom Restaurant Maximvs in das Hotel Wien umgezogen, um gerade im Winter mehr Raum für Begegnung zu haben.

Junge Flüchtlingsfamile die Ihre Studium abbrechen mussten und nun an der Hochschule Anhalt einen Intensivsprachkurs besuchen
Junge Flüchtlingsfamile die Ihre Studium abbrechen mussten und nun an der Hochschule Anhalt einen Intensivsprachkurs besuchen
Großer Andrang beim Internationalen Neujahresempfang 2016 in Bernburg
Großer Andrang beim Internationalen Neujahresempfang 2016 in Bernburg, Kulturzentrum Hotel Wien

Weil Essen und Musik verbindet, gab es frische italienische Pasta aus der Manufaktur aus der Talstadt und afrikanische Musik. Die Pasta wurde von dem Initiator der neuen Pastamanufaktur Dr. Giorgio Gabriele Locci persönlich präsentiert…mit unterschiedlichen frischen Kräuterfüllungen und herrlichen Soßen!

Elfi Kritzler und Dr. Giorgio Gabriele von La Pastamanufaktur haben persönlich zahlreiche sehr schmackhafte Pastasorten vor Ort aufgewärmt und serviert
Effi Kritzler und Dr. Giorgio Gabriele von La Pastamanufaktur haben persönlich zahlreiche sehr schmackhafte Pastasorten vor Ort aufgewärmt und serviert
Landrat Markus Bauer und Seluan Al-Chakmakch führen zahlreiche Gespräche mit Flüchtlingen
Landrat Markus Bauer und Seluan Al-Chakmakch führen zahlreiche Gespräche mit Flüchtlingen
Alhassan Nadagombo, ehem. Mitglied der Fußballnationalmannschaft von Togo und von Askania leitet die Musikgruppe WORLD MELANGE
Alhassan Nadagombo (Bildmitte), ehem. Mitglied der Fußballnationalmannschaft von Togo und später Spieler von Askania leitet die Musikgruppe WORLD MELANGE

Für die Life Musik sorgte wieder Alhassan Nadagombo, ehemals Nationalfußballspieler in Togo und später aktiv bei Askania, als Musikalischer Leiter von WORLD MELANGE.

Ob aus Afrika oder aus Syrien, fast jeder packt beim Internationalen Stammtisch mit an, trägt Tische und Stühle, teilt Essen und Getränke aus, spült ab und nimmt den Schrubber, um anschließend den Toilettenbereich zu wischen. Dieses Engagement macht die Teilnehmer des Internationalen Stammtisches zuversichtlich, dass die Integration in Bernburg gelingen kann.

Die Organisatoren des Stammtisches bereiten jeweils einen Themenblock mit einem Fach­referenten, internationale Leckerbissen und internationale Musik vor. Es gibt grundsätzlich keinen Alkohol, überwiegend Vegetarisches aber immer jede Menge interessante Gespräche mit in der Regel Vertretern von über zehn Nationen.

Zu den Treffen kommen die Neuangekommenen, die Interesse an der Integration in Bernburg haben. Sie suchen Kontaktpersonen, die ihnen helfen, ihr Deutsch zu verbessern, einen Praktikumsplatz oder einen Verein zu finden. Wer immer Lust und Zeit für einen solchen Austausch hat oder wer sogar bereit ist, dem Neubernburger als Pate für die täg­lichen Fragen in der neuen Umgebung zur Verfügung zu stehen, ist herzlich eingeladen zu den Internationalen Stammtischen zu kommen.

Das Schwerpunktthema des folgenden Termins am Montag, den 07. März 2016 ist ein Workshop des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt zum Thema Anhörung. Alle weiteren Termine sind jeweils unter der Webseite http://montagsforum.blogsport.eu/ gepostet.
Die Galerie der Bilder von Joachim Hennecke kann hier eingesehen werden:
https://www.dropbox.com/sh/4y4k72s42v5pxp0/AACgNFeRdDwubco6Gw2RHIQ_a?dl=0
Herr Hennecke stellt die Bilder zum Herunterladen zur Verfügung


Dokumentation Bernburger Internationaler Stammtisch 2015 (Dezember  2015 – Februar 2014)


Dokumentation Montag, 28. Dezember 2015:

Dezember-2015

Dokumentation Montag, 28. Dezember 2015:
Kaffee, Kuchen und feine Gerichte aus Afrika und Deutschland. Der Internationaler Stammtisch zur Jahreswende
Im Rahmen des monatlichen internationalen Montagsstammtisch zum
Dialog zwischen zugezogenen und gebürtigen Bernburgern luden wir am Montag, den 28.12.2015 zwischen 16:00 und 20:00 in das Kulturzentrum Hotel Wien in der Krumbholzstraße 17-18 ein.

Der monatliche Bernburger Internationale Stammtisch zum Jahresausklang stieß auf großes Interesse. Die über fünfzig Teilnehmer aus vierzehn Ländern nehmen alle an den laufenden Deutschkursen teil und haben großes Interesse so schnell wie möglich einen Praktikumsplatz zu bekommen. Das ist notwendig, um die von Allen mitgebrachten Kompetenzen anzuerkennen und wertzuschätzen. Da zumindest einige der Teilnehmer aufgrund der Kriegszustände in Ihrem Heimatland schon dreijährige Aufenthaltstitel erhalten haben, wird hier viel Arbeit auf die Arbeitsagentur und die mit der beruflichen Qualifikation und der Deutschausbildung beauftragten Träger zu kommen.

Weiterhin würden gerne sich noch mehr der Flüchtlinge in Sportvereinen einbringen. Zur Vermittlung sollten die informellen Netzwerke zwischen den Trägern, den Vereinen und den öffentlichen Stellen noch stärker aktiviert werden. Den kulinarischen Höhepunkt lieferten verschiedene Köche aus Afrika, die köstliche landestypische Appetithappen vorbereitet hatten.

Für die Beteiligung an den Gesprächen mit Flüchtlingen während der monatlichen internationalen Stammtische suchen wir noch mehr Bernburger Gesprächspartner. Der Austausch mit Menschen aus vielen Nationen ist zeigte sich in den letzten Monaten als sehr spannend und ist zudem unabdingbar für ein gelingendes Ankommen der Neubernburger.

Der nächste Termin: Montag, den 25. Januar 2016: 19:00 – 21:00 HOTEL WIEN, Kulturzentrum: Internationaler Neujahresempfang mit Landrat Markus Bauer

Der link mit weiteren Terminen http://montagsforum.blogsport.eu/aktuell/rassismus

20151228-internationaler-Stammtisch

Bildtitel: Zwischen den Jahren einmal kurz abschalten – Im Gespräch mit Bernburgern: Flüchtlinge und Migranten aus Afghanistan, China, Eritrea, Iran, Kenia, Pakistan, Somalia, Syrien, Togo, Namibia, Niger, Vietnam u.a.

Link zu Galerie mit weiteren Bildern von diesem Abend

Montag, 21. Dezember 2015: Beginn 19:00 | MAXIMVS
– Großer Saal an der Saale unten:
Internationaler Stammtisch, Themenschwerpunkt:
Thema: Das Anerkennungsverfahren für Asylbewerber
Die Rolle der Anhörung und Erfahrungen mit der Praxis dieser Verfahren

Gesprächspartner: Stefanie Mürbe, Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V.
Die mündliche Anhörung bei dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entscheidet ob ein Flüchtling ein politisches Asyl in Deutschland bekommt oder nicht.
Wie fair sind diese Interviews für den Antragsteller?
Haben Antragsteller aus sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ überhaupt eine Chance politisches Asyl zu bekommen oder geht es eigentlich de facto nur um die politische Einschätzung der jeweiligen Länder?
Frau Mürbe hatte aus der diesbezüglichen Arbeit des Flüchtlingsrates berichtet.
Der Flüchtlingsrat in Sachsen-Anhalt stellt auf seiner Internetseite die jeweils aktuellen Hinweise in möglichst allen relevanten Sprachen zur Verfügung: http://www.fluechtlingsrat-lsa.de/
Der Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V. setzt sich für die Anerkennung der Rechte von Flüchtlingen und die Verbesserung ihrer Lebenssituation ein.  In Sachsen-Anhalt wurde der Flüchtlingsrat 1994 als unabhängiger Verein gegründet und ist bundesweit im Austausch mit dem Förderverein Pro Asyl.

Frage 1: Wie fair sind die Interviews im Anhörungsverfahren für den Antragsteller?
Der Antragsteller muss auf diese Gespräche vorbereitet sein. Er muss den Nachweis der persönlichen politischen Verfolgung bringen.
Im internationalen Stammtisch am 7. März 2016 um 18:00 soll dieses Thema daher in Form eines Workshops im Kulturzentrum Hotel Wien noch einmal vertieft werden.

Frage 2: Haben Antragsteller aus sogenannten „sicheren Herkunftsstaaten“ überhaupt eine Chance politisches Asyl zu bekommen oder geht es eigentlich de facto nur um die politische Einschätzung der jeweiligen Länder?
Die aktuelle Liste des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge für http://www.bamf.de/DE/Migration/AsylFluechtlinge/Asylverfahren/BesondereVerfahren/SichereHerkunftsl%C3%A4nder/sichere-herkunftsl%C3%A4nder.html
Für diese Länder gelten die dort beschriebenen verkürzten Prüfungsverfahren.
Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Ländern in denen es der Flüchtling nicht leicht hat seine politische Verfolgung glaubhaft zu machen. Hierzu können als erste Orientierung die Statistiken des Bundesamtes für Migration unter http://www.bamf.de ausgewertet werden.
Link auf die Seite des Bundesamtes: Asylverfahren
Aktuelle Zahlen zu Asyl, Migration sowie zur Integration bietet die Broschüre „Das Bundesamt in Zahlen 2014„.
Für die konkrete Einschätzung muss aber bei einschlägigen Experten nachgefragt werden.
November 2015

Montag 30. November 2015: Beginn 19:00 | MAXIMVS
Internationaler Stammtisch, Themenschwerpunkt:
Die Vermittlung von Arbeit für Flüchtlinge
Hürden und deren Bewältigung

Auch in der Region Bernburg suchen manche Arbeitgeber dringend Mitarbeiter. Es liegt daher nahe diese nicht zu besetzenden Stellen mit arbeitswilligen Flüchtlingen zu besetzen.
Im Rahmen des monatlichen Internationalen Stammtisch in Bernburg hat Frau Stefanie Deutschbein von der Agentur für Arbeit Bernburg interessierten Bürgern und Flüchtlingen einen Statusbericht über die Konzepte der Agentur zur Arbeitsvermittlung von Flüchtlingen gegeben. Die öffentliche Diskussion fand im Restaurant Maximvs, Saalplatz 3 im unteren Gastraum statt. Frau Deutschbein ist die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt bei der Bernburger Agentur. An dem Abend hat Sie sehr engagiert über die zahlreichen Hindernisse und der möglichen Bewältigung berichtet.
Viele Hürden müssen auf diesem Weg überwunden werden: Der Asylbewerber muss eine Arbeitsgenehmigung erhalten. Hier kann die Ausländerbehörde nach aktueller Rechtslage schon nach kurzer Zeit zustimmen, wenn diese keine Hinderungsgründe sieht. Dann muss die jeweilige ausländische Berufliche Qualifikation anerkannt werden und schließlich muss der Arbeitgeber den Nachweis erbringen, dass dieser Arbeitsplatz nicht mit einem deutschen Bewerber besetzt werden kann.
Sofern die berufliche Qualifikation des Flüchtlings nicht in einem technologieorientierten Fach ist, in dem auch durchgehend in englischer Sprache gesprochen werden kann, ist neben dem Aufenthaltsstatus, der beruflichen Qualifikation die rasche Aneignung der deutschen Sprache eine ganz zentrale Voraussetzung.
Frau Deutschbein überzeugte, dass die Bernburger Arbeitsagentur für diese neue Herausforderung sehr gut vorbereitet ist und eine Reihe von Konzepten mit Partnern wie der Evangelischen Stiftung St. Johannis, der Kreisvolkshochschule oder der Hochschule Anhalt entwickelt. So werden Konzepte entwickelte bei denen die berufliche Qualifikation von Flüchtlingen mit hoher Bleibeperspektive rasch mit den derzeitigen offenen Stellen abgeglichen werden sollen.
Auch wenn der Schwerpunkt der Vermittlung und Weiterqualifizierung den Flüchtlingen aus Gebieten mit einer hohen Wahrscheinlichkeit der Anerkennung und für den Jugendlichen gilt, wird versucht jeden Arbeitswilligen zu vermitteln.
Am Montag, den 21. Dezember 2015 um 19:00 wird das Thema Anerkennungsverfahren von Flüchtlingen Schwerpunkt des Internationalen Stammtisches sein.
Deutschbein
Großes Interesse bei Bürgern und Flüchtlingen bei der Einführung über die Arbeitsvermittlung für Migranten in Deutsch, Englisch und Französisch von Frau Sabine Deutschbein, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Bernburg

Oktober 2015

Freitag, den 16. Oktober 2015 auf dem
KULTUR MARKT BERNBURG in der Talstadt:
Internationale Welcome Lounge im Alten Rathaus am Markt
mit Afrikanischen Köstlichkeiten, Crepes und Jam Workshop mit World Melange
Link zu der Bildergalerie

September 2015
Ein zentrales Informationsangebot für den Austausch zur Flüchtlingsarbeit im Salzlandkreis wurde am Freitag, den 25. September 2015, 14.00 – 17.30 Uhr von der LAMSA in Bernburg im Kurhaus angeboten:
Die Dokumentation zum Dialogforum am 25.09.2015 ist auf der Integrationsseite es Landes eingestellt:
„Willkommen in der Region?! – Perspektiven einer Willkommenskultur im Salzlandkreis“
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Zum internationalen Stammtisches in Kooperation mit Kultur Markt Bernburg e.V.:
Montag 28. September 2015: Beginn 19:00 | MAXIMVS – Obere Terrasse
Internationaler Stammtisch, Themenschwerpunkt: Veranstaltung zur Interkulturellen Woche
Musik verbindet
Der Beginn der Interkulturellen Woche 2015 in Bernburg
Fünfzig von den derzeit 470 Flüchtlingen in Bernburg läuteten die bundesweite Internationale Woche in der Saalestadt ein:
IKW-2015-09-28
Link zu Bildern zum Beginn der Interkulturellen Woche 2015 in Bernburg am 28. September 2015.
Zu der öffentliche Probe für die Jam Session am folgenden Tag auf dem Karlsplatz zur Hauptveranstaltung der diesjährigen Interkulturellen Woche in Bernburg kamen Flüchtlinge aus Albanien, Benin, Guinea-Bissau, Kamerun, Kosovo, Kroatien, Serbien, Syrien und Togo: Musik verbindet über alle Grenzen hinweg!

Hinweis:
Dienstag, 29. September: KARLSPLATZ BERNBURG
Hier fand die Hauptveranstaltung der Interkulturelle Woche im Salzlandkreis mit der Aktion „Wir sind alle im gleichen Boot“ von 9:00 biss 13:00 statt
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Aufruf für Sachspenden für Kriegsflüchtlinge in Bernburg:
18.09.2015: Die Annahme von Sachspenden ist nach Auskunft von Frau Hajek-Hoffmann, Amtsleiterin des Sozialamtes der Stadt Bernburg (Saale) nun im Sozialzentrum, Auguststraße 68 in Bernburg (Saale) montags-freitags von 07:00 Uhr bis 15:30 Uhr (nach Absprache mit dem Leiter der Einrichtung, Herrn Marcel Perner Tel. 03471 689872-4 auch später) möglich. Bitte stimmen Sie vorher mit Herrn Pernern den Bedarf ab. Derzeit werden wohl von den Neuankömmlingen gut erhaltene Winterkleidung und von denen die in Wohnungen unter kommen eine Minimalausstattung für die Küche benötigt.

Bericht von der spontanen Teilnahme am Empfang der ersten Flüchtlinge in Mitteldeutschland über Ungarn und Österreich.
Samstag 5. September 2015 um 20:30
Ort: Bahnhof Saalfeld, Saale
Ankunft von 560 Flüchtlingen aus Syrien in Mitteldeutschland
Eine große Gruppe engagierter Bürger, darunter auch eine kleine Gruppe um MdL Sören Herbst aus Sachsen-Anhalt, haben sich gefreut mit dem Begrüßungslied :
„Say it loud, say it clear:
Refugees are Welcome here! „

die ersten Flüchtlinge aus dem Zug über Ungarn und Österreich in Saalfeld willkommen heißen zu dürfen.
Etwa 150 dieser Flüchtlinge wurden nach einer Pause dann nach Sachsen-Anhalt weiter gefahren.
Ministerpräsident Ramelow bedankt sich bei den Bürgern in Saalfeld: „Diese überwältigende Begrüßung in Saalfeld macht diesen Tag zu dem glücklichsten Tag in meinem Leben“
Diese erste herzliche Begrüßung in Mitteldeutschland der seit September 2015 nach Deutschland strömenden Welle der Kriegsflüchtlinge war ein hoffnunsvolles Zeichern: Ja alleine in Mitteldeutschland stehen im Herbst 2015 über 250.000 Wohnungen leer, es wäre daher sehr schön wenn es Euch in diesem Teil von Deutschland gefallen würde!
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Link zu der Bildergalerie von Sören Herbst von der Ankunft am Bahnhof bis zum Empfang der Bürger beim Einsteigen in den Bahnhof.

Link von t-online zu deutschlandweiten News und Infos zur Flüchtlingskrise / Flüchtlinge und Asyl in Deutschland

Link zu den Online-Beiträgen der MZ zum Themenschwerpunkt: Flüchtlinge in Mitteldeutschland

Link zu MDR Reportagen Flüchtlinge in Mitteldeutschland

Einführung bei Spiegel Online: Fakten zur Flüchtlingskrise – endlich verständlich
August 2015
Montag 31. August 2015: Beginn 19:00 | MAXIMVS – Obere Terrasse
Internationaler Stammtisch, Themenschwerpunkt:
Themenschwerpunkt: Erfahrungsaustausch mit LAMSA und gemeinsames Musizieren:

Link zu den Bildern der Jam Session mit Afrikanischen Trommeln am 31. August 2015

Am 31. August berichtete Noel Kabore vom LAMSA (Landesnetzwerks der Migrantenorganisationen Sachsen-Anhalt e.V.) aus Halle von dem neu gegründeten Beirat für Flüchtlinge im Salzlandkreis, der als eines der Projekte des Landkreises bei der Integration der Flüchtlinge helfen soll.

Juli 2015

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World Melange lädt Bernburger mit Interesse an afrikanischen Trommeln weiterhin zum mitmachen ein.
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Link zu den Bildern von Joachim Hennecke von der Session im Juli 2015.
Alhassan Nadagombe aus Togo und Jacob Mbessi aus Kamerun lassen die internationale Gruppe World Melange wieder auferstehen. Mit Gregory Kingtakem aus Kamerun haben drei Musiker World Melange aus Bernburg wieder aktiviert. World Melange war ein langjähriges Projekt der Stiftung Evangelische Jugendhilfe St. Johannis. An den Montagen, den 27. Juli und 31. August kamen neben einer Bernburgerin mit Querflöte und zweier Amerikanerin auch Afrikaner aus Burkina Faso, Benin, Elfenbeinküste und Guinea Bissau zum Neustart.

Juni 2015

Montag 1. Juni 2015:
Beginn 19:00 | MAXIMVS – Obere Terrasse
Internationaler Stammtisch auf der oberen Terrasse
Themenschwerpunkt: Die ersten Tage als Flüchtling in Bernburg

Montag 29. Juni 2015:
Beginn 19:00 | MAXIMVS – Obere Terrasse
Internationaler Stammtisch
Themenschwerpunkt: Betreuung von Flüchtlingen Unterstützungskonzepte der Landesregierung.

Einführung durch Frau Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte der Landesregierung.
Gespräch der Integrationsbeauftragten mit Bernburger Flüchtlingen.

Mai 2015

Montag 11. Mai 2015 19:30 Uhr:
Capitol Kino | Auguststraße 14 | Bernburg
Veranstaltungshinweis:
Film ÖDLAND“
Damit das keiner so mitbemerkt
Dokumentarfilm & Filmgespräch

ödland
Inmitten von Wäldern und ein paar Schafweiden steht ein Wohnblock auf ehemaligem Kasernengelände der sowjetischen Armee.
Umringt von verfallenen Baracken und einem nagelneuen Maschendrahtzaun wachsen Aya, Momo und Mustafa auf. Sie verbringen die Ferien zu Hause im Asylbewerberheim. Ihre Heimatländer kennen die Kinder nur bruchstückhaft durch Erzählungen und aus dem Fernsehen. In Deutschland aufgewachsen, verstehen sie das mit dem „Asyl“ nicht so richtig und wollen eigentlich ganz normal sein. Sie vertreiben sich die Langeweile mit Fußball, machen einen Ausflug zum nahe gelegenen See und versuchen sich im Kupferschrotthandel.
Eine Geschichte von Kindheit, Heimat und der Suche nach Identität in einem Land, das sie eigentlich loswerden möchte.
„Ödland – Damit keiner das so mitbemerkt“ | Dokumentarfilm | D 2013 | 79 Min | Dt., Ar., Kurd. mit
engl. UT, Regie: Anne Kodura | Bildgestaltung und Montage: Friede Clausz | DIE ZONE # Filmproduktion
Im Anschluss an den Film fand eine spannende Diskussion mit Anne Kodura statt (Regie/Produktion).

April 2015

Montag 27. April 2015:
Beginn 19:00 | MAXIMVS –Stammtisch unten
Monatlicher Internationaler Stammtisch: Welcome to Bernburg – Bienvenue à Bernburg!
Themenschwerpunkt: Betreuung von Flüchtlingen in Bernburg
Frau Dix, Stiftung Evangelische Jugendstiftung (angefragt).
Gespräch der Integrationsbeauftragten mit Bernburger Flüchtlingen.

März 2015

Montag 30. März 2015:
Beginn 19:00 | MAXIMVS –Stammtisch unten
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Monatlicher Internationaler Stammtisch: Welcome to Bernburg – Bienvenue à Bernburg!
Themenschwerpunkt: Vorstellung des Betreuungskonzeptes für Flüchtlinge der Verwaltung des Salzlandkreises.
Frau Stephan
Frau Reingard Stephan, Fachbereichsleiterin des Salzlandkreises hat das Betreuungskopzept vor einer großen Gruppe von interessierten Bürgern und Flüchtlingen vorgestellt.
Das Betreuungskonzept des Salzlandkreises für die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen sieht eine Kombination aus freiwilligen Diensten, der sogenannte „Soziallotsen“ auf Kommunaler Ebene und Angebote von freien Trägern vor.
Das komplette Dokument hierzu kann im Internet des Salzlandkreises abgerufen werden: Betreuungskonzept des Salzlandkreises für die Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen
Frau Ines Golenia, Fachdienstleiterin des Salzlandkreis für Ausländer- und Asylrecht konnte an diesem Abend auch persönliche Fragen von Flüchtlingen aufnehmen.
Hier der Link zur Bildergalerie mit Aufnahmen von Joachim Hennecke von der regen Diskussion an diesen Abend.
2015-03-30
Von den Flüchtlingen wurde die Bedeutung eines aufeinander aufbauenden Deutschunterrichtes als Grundlage für die soziale und berufliche Eingliederung hervorgehoben. Ibrahim Traore, einer der Sprecher des Heimbeirates erklärte, dass er dafür gerne auch aus seiner Unterhaltssumme etwas bezahlen würde. Eine Besucherin hatte vorgeschlagen, dass Bürger die Möglichkeit bekommen sollten Wohnraum auch umsonst für Flüchtlinge zur Verfügung zu stellen.
Wie in den Veranstaltungen in diese Reihe zuvor, war das große gegenseitige Engagement für den Dialog zwischen den Alt- und Neubernburgern wieder sehr deutlich geworden. Es ist wieder eine große Bereitschaft deutlich geworden den Betreuungsrahmen des Landkreises mit Leben aus zu füllen.

Das Betreuungskonzept wird derzeit in vielen Gremien vorgestellt. In Bernburg wird dies noch einmal durch den Kirschkreis am 8.5.2015 um 19:00 im Pfauschen Stift in Bernburg vorgestellt.

Bisherige Online-Berichterstattung in der MZ hierzu:
18.02.2015: Betreuungskonzept für Flüchtlinge im Salzlandkreis Ehrenamtliche Lotsen gesucht
Von Katharina Thormann und Marko Jeschor:
Der Salzlandkreis hat nun das Betreuungskonzept für Asylsuchende vorgestellt. Dafür sind auch etliche Freiwillige gefragt. Sogenannte „Soziallotsen“ sollen Ansprechpartner für die Flüchtlinge und auch für die Kreisverwaltung sein….
http://www.mz-web.de/aschersleben/betreuungskonzept-fuer-fluechtlinge-im-salzlandkreis-ehrenamtliche-lotsen-gesucht,20640874,29898788.html

Bisherige Online-Berichterstattung in der Volksstimme hierzu:
16.02.2015: Landrat stellt neues Betreuungskonzept vor
Mehr Betreuung für Asylbewerber
80 bis 90 Ausländer nimmt der Salzlandkreis pro Monat auf. Die Neuankömmlinge sollen bald intensiver betreut werden. Ein
Betreuungskonzept stellte Landrat Markus Bauer jetzt vor….
http://www.volksstimme.de/nachrichten/lokal/stassfurt/1425371_Mehr-Betreuung-fuer-Asylbewerber.html
>

Montag 16. März 2015:
Beginn 19:00 | Bunge Hörsaal Altes Rathaus, 06406 Bernburg, Alter Markt 17
Europaabgeordnete Ska Keller:
Flüchtlingsursachen – Flüchtlingsschicksale

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Die Europaabgeordnete Ska Keller des Bündnis 90 / Die Grünen berichtet über die erschütternden Situationen der Flüchtlinge und stellt sich der Diskussion über den Handlungsbedarf auf lokaler Ebene.
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Die Europaabgeordnete Ska Keller des Bündnis 90 / Die Grünen berichtet als Gast des Bernburger Montagsforums über die erschütternden Situationen der Flüchtlinge und stellt sich der Diskussion über den Handlungsbedarf auf lokaler Ebene. Auf die kurzfristige Einladung hin kamen Vertreter der Bernburger Parteien, engagierte Jugendliche, Vertreter des Bernburger Bündnisses für Demokratie und Bürger und Migranten aus unterschiedlichen Bereichen. Fast allen Besucher brachten zum Ausdruck , dass Sie bereit sind bei der Betreuung von Asylbewerbern mit zu arbeiten.
Frau Keller engagiert sich seit Jahren im Europaparlament für die Verbesserung der Situation der Flüchtlinge. In der sehr lebendigen Debatte versuchte Ska Keller das komplexe Problem der Ursachen und des Handlungsbedarfs zu erläutern.
Ska Keller fordert dass das Asyl aus Humanitären Gründen europaweite allgemein anerkannt wird.
Die bevorstehenden Nachbesserungen der Vereinbarung über den Zugang von Flüchtlingen nach Europa in dem mit Dublin 4 bezeichneten Vertrag, könnten den derzeit völlig unmenschlichen und für sehr viele tödlich endenden Zugang von Flüchtlingen verbessern.
Bei vielen vom EU Parlament vereinbarten Verbesserungen zur Humanisierung der Asylverfahren, wie dem Zugang zum Arbeitsmarkt oder der Fortsetzung der Flüchtlingsrettung der Italiener war die deutsche Bundesregierung in den letzten Jahren ein entscheidender Bremser. Nachdem das Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung nun mehrmals auf notwendige Korrekturen hingewiesen hat und nachdem die deutsche Industrie sich nun durch Zuwanderung die Besetzung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen erhofft könnte es zukünftig zu humaneren Lösungen von Seiten der Bundesregierung kommen.
Für Sachsen-Anhalt können Mittel aus den Europäischen Strukturfonds für die Finanzierung des Deutschunterrichts verwendet werden.
Zum Abschluss des Montagsforums zeigte sich Ska Keller begeistert von der neuen Herangehensweise des Salzlandkreises: „ Was hier mit dem Betreuungskonzept vorgesehen ist, klingt spannend und bindet Bürgerinnen und Bürger genauso ein wie die Flüchtlinge. Gespräche wie heute abend machen Mut und zeigen, dass es auch positiv laufen kann und Willkommenskultur keine hohle Phrase ist“ Sie wolle den Salzlandkreis gerne als best practice Beispiel bei zukünftigen Diskussionen dieser Art erwähnen.
Im Bernburger Montagsforum am 30. März 2015 wird das neue Betreuungskonzept des Landkreises vorgestellt. Zu diesem Termin können die zahlreichen angerissenen Fragen zur lokalen Umsetzung weiter aufgenommen werden.
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Wir danken Ska Keller für diesen ernüchternden Einblick in die diesbezügliche Arbeit im Europarlament.
Der link zur Bildgalerie mit Bildern von Joachim Hennecke für die wir uns ebenfalls, wie für die spontane Gastfreundschaft des Hotel Wiens bedanken.

Februar 2015
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Montag 23. Februar 2015:
Beginn 19:00 | MAXIMVS –Stammtisch unten
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Zur Präsentation über das Anfangsangebot für Deutschunterricht durch die Kreisvolkshochschule mit der Leiterin der KVHS Frau Änne Forisch, der Dozentin Frau Lipschinski und dem Leiter des Fachdienstes 23 Bildung und Kultur des Salzlandkreises Herrn Freund herrschte ein reger Andrang.
Es wurde deutlich wie herzlich menschlich und ernsthaft zugleich das Verhältnis zwischen den Flüchtlingen und der Deutschlehrerin der Kreisvolkshochschule Frau Lipschinski ist.
Die Flüchtlinge nutzten dieses Gespräch sowohl um sich für die verständnisvolle Arbeit von Frau Lipschinski zu bedanken, aber auch um viele Fragen zu Verwaltungsvorgängen an die Bernburger Bürger und Vertreter der Parteien los zu werden. Auch eine von der unmittelbaren Abschiebung betroffene serbische Familie war gekommen.
Zum nächsten Internationalen Stammtisch am 30. März 2015 wird der Fachdienst Ausländer und Asyl des Landkreises gebeten das Betreuungskonzept in dieser Runde vor zu stellen.

23. Februar 201519:00 MAXIMVS Saalplatz 3, Bernburg
Welcome to Bernburg!
Monatlicher Internationaler Stammtisch für Migranten und andere Bernburger!

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26. Januar 201519:00 MAXIMVS Saalplatz 3, Bernburg
Welcome to Bernburg!
Internationaler Stammtisch für Migranten und andere Bernburger!

Januar 2015

Buntes-bbg
BERICHT ZUM GESPRÄCH MIT LANDRAT BAUER am 20. Januar 2015
Erste Erfolge bei der Koordinierung des zivilgesellschaftlichen Engagements für Migranten in Bernburg
Pfarrer Johannes Lewek hat erstes überparteiliches Gespräch mit dem Landrat Bauer arrangiert.

Zielsetzung ist ein Bernburger Runder Tisch Migration mit allen Akteuren, dem Bernburger Bündnis für Demokratie, dem Bernburger Montagsforum, den Trägern der verschiedenen Migrationsleistungen und den Ortsgruppen der Bernburger Parteien.
Das Betreuungskonzept des Landkreises wird voraussichtlich am 12. 2.2015 in einem Pressegespräch veröffentlicht. Das Konzept umfasst umfangreiche Maßnahmen, wie „Piloten für Asylbewerber auf Kommunaler Ebene“ und Deutschunterricht für alle Asylbewerber unabhängig vom Status.

Auszug aus der Berichterstattung über dieses erste Gespräch in der MZ Bernburg 28.1.2015, Seite 9 – LOKALES
Lokales
Kreis schafft Transparenz
ASYLBEWERBER Landrat Markus Bauer bei Gesprächsrunde in Magdeburg zu Gast. Verwaltung will ab sofort monatlich aktuelle Zahlen zum Thema veröffentlichen.
VON FRAUKE HOLZ
„BERNBURG/MZ- 40 Vertreter aus Kommunen, Wirtschaft, Kirchen und Vereinen haben in Magdeburg über Integration, Unterbringung von Flüchtlingen und Willkommenskultur gesprochen. Zu dem Asyl- und Zuwanderungsgipfel hatte Sachsen-Anhalts Regierungschef Reiner Haseloff (CDU) am Freitag eingeladen. An der Gesprächsrunde nahm auch Landrat Markus Bauer (SPD) teil, der einheitliche Qualitätsstandards für die soziale Betreuung der Asylbewerber forderte. „Es darf nicht sein, dass im Bundesland eine unterschiedliche Durchführung von sozialer Betreuung und Integration stattfindet. Die Finanzsituation der Landkreise darf nicht die Qualitätsgrundlage für die Durchführung sein“, sagte er und betonte, dass die Aufgabe nur mit gesicherter Finanzausstattung durch die Landkreise zu stemmen sei. Und: „Die Integration der Asylbewerber funktioniert nur mit Sprachförderung und Betreuung.“
Parallel zu dem Treffen sind vom Salzlandkreis aktuelle Zahlen veröffentlicht worden. So leben derzeit 484 Asylbewerber hier (Stand 31. Dezember 2014), ebenso 90 Menschen, deren Asylantrag genehmigt wurde. Die Bearbeitungszeit dafür betrug 2014 in der Regel acht Wochen; längstenfalls sechs Monate. Nicht immer fiel die Entscheidung positiv aus. So werden zurzeit 421 Menschen „geduldet“ – ihre Anträge wurden abgelehnt; sie sind ausreisepflichtig.
112 Menschen reisten im vergangenen Jahr freiwillig in ihre Heimat zurück; 65 weitere wurden abgeschoben. Gleichermaßen scheiterten jedoch 142 Abschiebungen, vor allem aufgrund des unbekannten Aufenthaltsortes mancher Asylbewerber. ….
Mit der Veröffentlichung der Zahlen strebt die Kreistagsverwaltung nach mehr Transparenz. Das kommt nicht von ungefähr. In der Vorwoche hatten Pfarrer Johannes Lewek, Professor Erich Buhmann, Initiator des Bernburger Montagsforums, Friedel Meinicke als Vertreter des Bernburger Bündnisses für Demokratie und Toleranz sowie Christian Jethon, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Kreistagsfraktion Die Linke/UWG, in einem Gespräch mit Landrat Markus Bauer und Reingard Stephan, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Ordnung und Sicherheit, um mehr Durchsichtigkeit geworben. „Eine monatliche Veröffentlichung der aktuellen Zahlen zur Situation der aufzunehmenden Asylbewerber und Flüchtlinge würde die aktuelle Debatte versachlichen“, regte Jethon an. Zudem könnten die Zahlen untermauern, dass die Asylbewerber im Salzlandkreis immer noch einen kleinen Teil der ohnehin geringen Ausländerquote von aktuell 1,96 Prozent ausmachen, so Jethon weiter.
Der Vorschlag wurde angenommen. Ab sofort sollen monatlich im Internet auf der Seite des Salzlandkreises die Zahlen der aufzunehmenden Asylbewerber und Flüchtlinge publiziert werden.

MONTAGSFORUM
Migranten und Bernburger treffen sich
Das Montagsforumwill immer am letzten Montag im Monat Migranten und interessierte Bernburger zu einem Stammtisch einladen. Erstmalig geschah dies vorgestern ab 19 Uhr im Restaurant „Maximus“ am Saalplatz.
Ziel sei es,in einen Dialog zwischen den Kulturen zu kommen und Unterstützungsnetzwerke aufzubauen. „Bernburg ist international aufgestellt, ob mit zahlreichen Unternehmern, mit 30 Prozent ausländischen Studenten oder mit der zunehmenden Anzahl an Flüchtlingen. Die etwa 1500 Bernburger aus verschiedenen Herkunftsländern leisten unabhängig von ihrer Herkunft immer überdurchschnittlich viel, um sich durchzusetzen und sich in der neuen Kultur zu integrieren“, so Organisator Professor Erich Buhmann“
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19. Januar 2015
6.000 Magdeburger demonstrieren:
„No Magida. Für Dialog Weltoffenheit Toleranz“
Online Bericht in der Zeit:
Anti-Pegida-Proteste
Zehntausende demonstrieren bundesweit für Toleranz

17. Januar 2015
Erfolgreiche Blockade! Kompliment an die Blockierer und dieses Jahr wohl auch an die Polizei
Link zur MZ-Online Dokumentation:
Demonstrationen in Magdeburg Tausende protestieren gegen Aufmarsch der Neonazis
Naziaufmarsch in Magdeburg verhindern | Magdeburg
16. Januar 2015 | 19:00 | Hbf. Magdeburg
Antifaschistische Vorabenddemo gegen den Naziaufmarsch in Magdeburg | Magdeburg

17. Januar 2015
7. „Meile der Demokratie“ in Magdeburg
15.000 Menschen setzen Zeichen für Toleranz

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12. Januar 201519:00 MAXIMVS Saalplatz 3, Bernburg
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Neujahresempfang mit internationalen Gästen.
Wir alle sind Berburg!

Zum ersten Neujahresempfang des Bernburger Montagsforums am 12. Januar diesen Jahres, der mit Unterstützung des Bernburger Bündnis für Demokratie und Vertretern von Parteien und engagierten Bürgern im Restaurant organisiert wurde, kamen Migranten aus folgenden sechzehn Ländern: Armenien, Italien, Indien, Pakistan, Iran, Eritrea, Senegal, Burkina Faso, Nigeria, Ukraine, Schweiz, Frankreich, Ungarn, Serbien, Rumänien und den USA. Es ist erfreulich, dass zu diesem ersten internationalen Stammtisch in Bernburg schon so ein guter Querschnitt der zahlreichen Herkunftsländer zusammen kam.
Ja wir alle sind Bernburg, um unseren Bundespräsidenten zu zitieren.
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Bild Joachim Hennecke: Prof. Erich Buhmann, Fernsehteam, Dr. Giorgio Gabriele Locci und Meher Kalashyan über Migrationserfahrungen in Bernburg

Es ist erfreulich, dass neben den zahlreich interessierten Bürgern auch die Kreistagsabgeordneten Dr. Lothar Böse und Christian Jethon, sowie die Stadträte Henriette Krebs, Johannes Lewek und Erich Buhmann aktiv am Dialog mit den unterschiedlichen Migranten mitwirkten. Vom MDR Fernsehteam wurden die Kommunalpolitiker, wie auch der Vertreter der Flüchtlingsfamile Herr Meher Kalashyan und der Vertreter einer in Bernburg operierenden international aufgestellten Firma Dr. Giorgio Gabriele Locci gleichermaßen in Beschlag genommen.
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Bild Joachim Hennecke: Pfarrer Johannes Lewek im Interview über Ideen für die Verbesserungen der Willkommenskultur in Bernburg

Bernburg ist international aufgestellt, ob mit zahlreichen Unternehmern, mit 30 Prozent internationalen Studenten oder nun mit der zunehmenden Anzahl an Flüchtlingen. Migranten müssen immer viel leisten um zu überleben und um sich zu behaupten. Jeweils am letzten Montag im Monat wird das Bernburger Montagsforum daher Migranten aus der Stadt zu einem internationalen Stammtisch einladen. Ziel ist es in einen unbefangen menschlichen Dialog zwischen den Kulturen zu kommen und letztlich Unterstützungsnetzwerke auf zu bauen.
Der nächste internationale Stammtisch findet am Montag, den 26. Januar 2015 um 19:00 im Restaurant Maximvs statt. Wir freuen uns über alle Bürger, die diesen Dialog mit unseren Migranten unterstützen möchten.
Die Fernsehdokumentation über die aktuelle Situation der Bernburger Flüchtlingsfamilie Kalashyan finden Sie unter :
http://www.mdr.de/sachsen-anhalt-heute/video245782.html

Die Fotodokumentation des Neujahresempfanges für Migranten in Bernburg am 12. Januar 2015 „Welcome to Bernburg“ mit Bildern von Joachim Hennecke finden Sie unter:
https://www.dropbox.com/sc/ve47kddssoxhydi/AADr8PRU9Xsr5r7H8hywjHAUa

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Kurzbericht zu Gesprächen mit Flüchtlingen und entsprechenden Stellungsnamen vor dem regelmäßigen monatlichen Internationalen Stammtisch Angebot im Jahre 2015:

Montag 06. Oktober 2014:
Beginn 19:00 | Montagsforum zu Gast im Alten Rathaus Bernburg, Markt 17/18
Seminarraum 1
Aktuelle Situation der Asylbewerber in Bernburg
Gesprächsteilnehmer:
Vertreter des Heimbeirat Sachsen Anhalts in der Gemeinschaftsunterkunft Bernburg, – Vertreter der Freiwilligenagentur LAMSA, die Landtagsabgordnete Sebastian Striegel und Sören Herbst, Mitglieder des Bernburger Bündnis für Demokratie und Toleranz und alle Teilnehmer an diesem Montagsforum
Moderation Prof. Erich Buhmann
Als Ergebnis wird ein offener Brief an den Landrat geschrieben.
Nach Übergabe wird dieser hier veröffentlicht.

Montag 17. Februar 2014
Beginn 18:00 | MAXIMVS Stammtisch oben |
SITUATION IM ASYLBEWERBERHEIM am Teichweg ,
payday-2014
Striegel_17-feb-2014
Zum Gespräch mit Vertretern des Heimbeirates , dem Landtagsabgeordneten Sebastian Striegel und dem Ausländerbeauftragten des Salzlandkreises Jaime Don Anton über Fragen zur INTEGRATION in BERNBURG kamen über zehn Bewohner des Heims. Das Gespräch über die derzeitige Situation der Bewerber für ein Asyl war sehr lebendig und soll bald fortgesetzt werden, da der anschließende Besuch der Veranstaltung des BÜNDNISES nicht genügend Zeit gab um Detailfragen anzusprechen.

Beim anschließenden Besuch der Solidaritätsveranstaltung des BÜNDNIS FÜR DEMOKRATIE UND TOLLERANZ – GEGEN RECHTSEXTREMISMUS UND GEWALT im Gemeindehaus in der Kustreaner Str. 9 in Bernburg gab der Oberbürgermeister der Stadt Bernburg (Saale) Henry Schütze allen anwesenden Bewohnern der Bernburger Heime die Gelegenheit ein Gruppenbild mit dem Bernburger „Lord Mayor“ zu machen.
Der Filmbeitrag des Regionalfernsehens zu dieser Solidaritätsveranstaltung mit Vertreten des Sprecherrates des Bernburger Asylbewerberheims:
http://www.rbwonline.de/beitrag/filmbeitrag2.php?id=60102

 

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One comment

  1. Magdeburg

    Tolle Stadt, Tolle Aktion,

    wir sind immer wieder gern in Bernburg und freuen uns über die tolle Altstadt und den schönen Tiergarten 🙂
    VG aus Magdeburg, wir kommen wieder….

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