Kategorie: Flüchtlinge

Montag 09. April 2018: Bericht des Jobcenters zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Bericht des Jobcenters zur Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt

Große Resonanz auf den Bericht von Herrn Thomas Holz und Frau Ricarda Küstner
Frau Ricarda Küstner und Herr Thomas Holz geben im Wechsel Auskunft zu den zahlreichen Fragen
Pfarrer Johannes Lewek und Queba Mane fragen nach
Job Center des Salzlandkreises in der Parkstraße in Bernburg – der Weg zum Berufseinstieg beginnt für viele aus der Region hier

Im Rahmen des monatlichen „Internationalen Stammtisch Bernburg“ haben am 09.04.2018 Herr Thomas Holz und Frau Ricarda Künstner vom Jobcenter Salzlandkreis zur Integration von Flüchtlingen berichtet.

[Bericht folgt]
Welche Hürden sind für die Neuangekommenen aus völlig anderen Arbeitswelten zu überwinden? Was könnte wie verbessert werden? Was kann das Jobcenter leisten? Welche Rolle spielen die zahlreichen anderen Organisationen?
Aufgezeigt wird, wie dem Jobcenter Salzlandkreis die schrittweise Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt durch die Bereitstellung passgenauer Bildungs- und Unterstützungsangebote sowie die effiziente Vernetzung mit den beteiligten regionalen Partnern und Akteuren erfolgreich gelingen kann. Abschließend soll eine Prognose für die Entwicklung im Salzlandkreis gegeben werden.

Eingeladen waren alle die sich für diese sehr vielschichtige Materie interessieren.
Beginn war 19:00, Einlass bereits um 18:00, Ende gegen 20:30
im Coffee to Stay, Wilhelmstraße 15, Bernburg

Montag 5. März 2018: Zentrum für Migration und Arbeitsmarkt stellt sich vor

Coffee to Stay Begegnungsladen in Bernburg und Internationaler Stammtisch des Bernburger Montagsforums hatte zur Informationsveranstaltung über die Angebote des ZEMIGRA – Zentrum für Migration und Arbeitsmarkt eingeladen. Das ZEMIGRA bietet Angebote zur Hilfestellung bei der Begleitung von Flüchtlingen auf dem Weg zur beruflichen Tätigkeit.
Mitarbeiter des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) und Europäisches Bildungswerk für Beruf und Gesellschaft gGmbH (EBG) stellten das Zentrum für Migration und Arbeitsmarkt (ZEMIGRA) und deren Angebote, Beratungsservice, Hotline, Ziele des Zentrums, Akteure etc. vor.
ZEMIGRA leistet in der Regel Verweisberatung zu anderen Beratungsstellen oder anderen Initiativen für die Begleitung von Flüchtlingen.
ZEMIGRA sagt eine 24-stündige Antwort auf Fragen rund um die Arbeitsvermittlung von Flüchtlingen zu.
Diese Hotline 0800 – 9364472  im Bereich „Migration und Arbeitsmarkt“ steht während der Sprechzeiten von Mo. – Fr. 8:00 – 16:00 Uhr zur Verfügung.

Die Kompetenzen von ZEMIGRA lassen sich wie folgt zusammenfassen:
– Vernetzung verschiedenster Akteure in ganz Sachsen-Anhalt im Kontext Migration und Arbeitsmarkt
– „virtueller Marktplatz“ für Ihre Arbeitsmarktangebote und Bildungsformate
– Verweisberatung mit kurzen Reaktionszeiten per Telefon oder E-Mail

Das im Aufbau befindliche Portal finden Sie unter: www.zemigra.sachsen-anhalt.de

Die Mitarbeiterinnen sind weiterhin auch bereit vor Ort Input zu Begrifflichkeiten im Asylrecht, Aufenthaltstitel; Zugang zum Arbeitsmarkt, zur Ausbildung; Arbeitsagentur und Jobcenter oder Referate zum Thema rechtliche Grundlagen zu geben. Zielgruppe dieser Veranstaltungen sollen alle Betroffenen und alle die sich für die Integration der Neubernburger ehrenamtlich oder beruflich engagieren sein.

 

 

Montag 19. Februar 2018: Vorstellung Coffee to Stay

Der Begegnungsladen Coffee to Stay in der Wilhelmstraße 15 hat sich an diesem Montag einer Runde interessierter aus Bernburger und Köthen vorgestellt. Das Bernburger Montagsforum ist zum Jahresbeginn in die Begegnungstätte für Neu- und Altbernburger umgezogen. Für Interessierte wurde an diesem Abend das COFFE to STAY in Bernburg vorgestellt.

Logo_Coffee-to-Stay

Internationaler Neujahresempfang Montag 15. Januar 2018 im Kulturzentrum Hotel Wien Krumbholzstrasse

Nachlese zum Internationaler Neujahresempfang im Kulturzentrum Hotel Wien Krumbholzstraße am Montag, den 15. Januar 2018  – (Beginn 18.30 bis 21.00 Uhr)
Mit gemeinsam zubereitetem arabischen, italienischen, amerikanischen und deutschen Kostproben sowie mit Musik von World Melange begrüßten Neu- und Alt Bernburger das Jahr 2018.

Der vierte Internationale Neujahresempfang in Bernburg fand wieder regen Zuspruch. Neubernburger aus vierzehn verschiedenen Ländern freuten sich über die zahlreichen deutschen Gäste des Vereins Kultur Markt Bernburg im Kulturzentrum Hotel Wien. Neben Landrat Markus Bauer mit Mitarbeitern des Landkreises wurde die Stadt Bernburg durch den stellvertretenden Oberbürgermeister Paul Koller vertreten. Zu dem Empfang kamen  auch wieder Vertreter zahlreicher Organisation, die sich in Bernburg für die Integration von Neuangekommenden engagieren.

Sardaraqua Ahmadzaid aus Afghanistan und Zarah Afshani aus Iran begrüßten die Gäste und fragten nach den jeweiligen Herkuntslänern. Unter den Internationalen Teilnehmern war Syrien am stärksten vertreten, gefolgt von Afghanistan, Iran, Libanon, Ukraine, China, Indien, Burkina Faso, Niger, Togo, Guinea, Kamerun, Mali, Chile, USA, England, Italien, Madagaskar und Kurtistan.

Musikalisch wurde der Empfang wieder von World Melange begleitet.

Chefkoch Kamal Khalifah aus Syrien serviert auch zum Internationalen Neujahresempfang 2018 in Bernburg

Höhepunkt war auch in diesem Jahr die Verköstigung des internationalen Kochens.
Die Arbeiterwohlfahrt Bernburg hat für den Internationalen Neujahresempfang in Bernburg erneut die Nutzung Ihrer Großküche ermöglicht. Das Team um den syrischen Chefkoch Kamal Khalifah mit Ehefrau Kawthar Salalh und Khaled Alali, aus den Iran der gelernte Koch Ali Asghar Aboteleb Larigani und aus Deutschland Tobias Mechler haben in 5 Stunden ein wahres Wunder an Gaumenfreuden zubereitet:
Das arabische Büffet bestand aus Gefüllte Weinblätter, Mandy – Reis mit Huhn, Moutabel aus Auberginen, Tabouleh aus Bulgur. Hommus aus Kichererbsen und Tahin, Brathähnchen und einem feingeschnittenen und traumhaft abgeschmeckten Salat.
Aus der italienischen Küche wurde ergänzend Lasagne vom Karl’s Platz und aus der Deutschen Küche eine Kürbissuppe von Café Wilhelm 7ieben serviert.
Zum Nachtisch wurden Brownies aus den USA von Jeanne Colgan und Knava von Shirin Alobaid aus Syrien angeboten.

Im vergangenen Jahr wurde zum Internationalen Neujahresempfang die Notwendigkeit eines Begegnungskaffee postuliert. In diesem Jahr geht es nun darum das „Coffee to Stay“ in der Wilhelmstraße 15, das im August 2017 eröffnet werden konnte weiter zu entwickeln. Alle Bernburger die Interesse am internationalen Austausch haben sind herzlich willkommen von Montag bis Freitag zwischen 14:00 und 18:00 vorbei zu schauen.

Unter -> Bernburger Neujahresempfang 2018   haben wir ihnen eine Auswahl der zahlreichen Bilder von Joachim Hennecke und ergänzende Schnappschüsse von Doris Maedge zusammengestellt. Bitte informieren Sie uns wenn wir ein Bild wieder herausnehmen sollen.

Unter -> Presse von coffee-to-stay-bbg.de finden Sie die Presseauswertung.
Link zum Beitrag des Regionalfernsehens:
18. Januar 2018
RBW Regionalfernsehen
Bernburg: Internationaler Neujahresempfang

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Das Ankündigungsposter gestaltet von Markus Franke:
ina

Dokumentation INTERNATIONALER ABEND am 4.12.17

Herzlichen Dank für den gelungenen Abend
mit afrikanischen und indischen Köstlichkeiten und der Musik von WORLD MELANGE und allen anderen Musikern

Ankündigung INTERNATIONALER ABEND am 4. Dezember 2017 mit Bildern aus dem Vorjahr


Ort: HOTEL WIEN –  Zeit: ab 18:30
INDISCHES  und AFRIKANISCHES  Essen, Musik und Tanz zum Winteranfang in Bernburg

Auswahl an Schnappschüssen:
Bilder und in Kurzvideo Internationaler Abende im Hotel Wien am 4. Dezember 2017

Situation von Flüchtlingen in Sachsen-Anhalt

Mo 08.05.17: Fotobericht zur Diskussion am MONTAG den 8. Mai 2017 zum
INTERNATIONALER STAMMTISCH IN BERNBURG mit
Björn Malycha, Referatsleiter Integration,
Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt.

Situation der Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt
Momentaufnahme und Perspektiven
Moderation: Prof. Erich Buhmann

Björn Malycha, Referatsleiter Integration,
Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt – Foto Joachim Hennecke

Björn Malycha brachte eine Fülle von Zahlen über die derzeitige Situation der Flüchtlinge in Sachsen-Anhalt unter anderem zu den Themen:

  • Was läuft gut und wo sieht die Landesregierung Verbesserungsbedarf?
  • Wie hoch ist die Anerkennungsquote in Sachsen-Anhalt im Vergleich zu der im Bundesdurchschnitt?
  • Wie sieht die Integration in den wesentlichen nationalen Gruppen und in den verschiedenen Altersgruppen aus?
  • Welche Programme der Landesregierung helfen bei der Integration?
  • Erfolgreiche Integration in den Arbeitsprozess ist leise und wird von den beteiligten Firmen als selbstverständlich behandelt. Wie können diese Erfolge aber dennoch vermittelt werden und wie kann der spezielle Erfahrungsaustausch organisiert werden?
Björn Malycha, Referatsleiter-Integration begrüsst Jacob Mbessi aus Kamerun, seit 2014 stolzer Deutscher. Jacob Mbessi ist auch Gründungsmitglied der Gruppe World Melange

Nach dieser Einführung wurde Herr Björn Malycha nahtlos von Flüchtlingen und von Betreuern von Flüchtlingen zu zahlreichen Einzelschicksalen befragt.

Suche nach einem Ausbildungsplatz in Bernburg – trotz großem Engagement, hervorragenden Deutschkenntnissen derzeit erfolgslos

Da alles was mit Unterbringung, Asylverfahren, Anerkennung und Abschiebung zu tun hat, nicht in den Zuständigkeitsbereich des Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration Sachsen-Anhalt gehört, wurden mit Herr Björn Malycha in erster Linie Fragen zur Integration geführt. Aber alle Fragen zur Integration hängen immer auch mit dem Status und dem Asylrecht zusammen, das über das Bundesamt, dem Innenministerium und in der Durchsetzung mit der Ausländerbehörde des Landkreises geregelt und umgesetzt wird.

Zum Ende der Veranstaltung hatten viele Teilnehmer nach der Konfrontation mit den Einzelfällen wohl alle fast mehr Fragen als zuvor. Zumindest bei einem Teil der der Fälle konnte Herr Björn Malycha zusagen in Magdeburg zu unterstützen.
Herzlichen Dank an Herrn Björn Malycha. Wir freuen uns auf ein weiteres Gespräch mit Ihnen in Bernburg.

Viel zu viele sind untergebracht und werden verpflegt, aber sitzen ohne Ziel herum. Hier ist das Engagement von vielen auf allen Ebenen gefragt.

Aktuelle Informationen zum Thema Integration finden Sie auf dem Integrationsportal:
https://integrationsbeauftragte.sachsen-anhalt.de/

Hier der Link zu den hervorragenden Bildern von Joachim Hennecke von Internationalen Stammtisch am 8.5.2017 im Kulturzentrum HOTEL WIEN.

Weiterlesen

Syrischer Abend – Dankeschön den Syrischen Köchen!

Impressionen vom Internationalen Dialog am Montag, den 3. April 2017
Syrischer Abend mit syrischer Küche mit Unterstützung durch Students&Refugees
Veranstaltungsort: Kulturzentrum HOTEL WIEN Krumbholzstraße 18-19 / Breite Straße, 06406 Bernburg

Syrischer Abend am 3. April 2017 mit Bildern von Joachim Hennecke

Für diesen monatlichen internationalen Dialog hat die Studentengruppe Students&Refugees  des Masterstudienganges Online Kommunikation wieder ein Kochen mit syrischen Köchen und Mitgliedern des Senioren Kollegs organisiert. Das AWO Altenheim hat die Gruppe wieder zum Kochen in der Großküche eingeladen. Gekocht wurden drei Vorspeisen und zwei Hauptgerichte für 120 Personen.
Koch Kamal Khalifa (2ter von links) erhielt wieder Unterstützung von seiner Familie und Freunden

Bernburger World Melange

Zu den Köstlichkeiten der gelernten Köche und deren Helfer spielte World Melange mit Musikern aus Afrika, Syrien und Bernburg.
Das Büffet ist eröffnet!

Gespräche nach dem Essen

Das Coffee to Stay team

Zu den weiteren 60 Bildern des Syrischen Abends von Joachim Hennecke

Bericht zu Dr. Karamba Diaby liest „Mein Weg vom Senegal…“

MONTAG 6. FEBRUAR 2017
Momentaufnahmen zum Bernburger Internationalen Stammtisch im Februar 2017:
Bundestagsabgeordneter Dr. Karamba Diaby kam nach Bernburg, las aus seinem Buch
„Mit Karamba in den Bundestag. Mein Weg vom Senegal ins deutsche Parlament“
und gewann alle Herzen!

Moderator Pfarrer Joahnnes Lewek und MdB Dr. Karamba Diaby
MdB Dr. Diaby begeisterte ein interessiertes Bernburger Publikum über viele Generation und Länder hinweg
nachdem alle Bücher signiert waren konnte auch getanzt werden..                                                        -Danke für die kritischen Anmerkungen zur derzeitigen schrittweisen Demontage des Asylrechtes, Danke für den Humor und das Engagment!

Herzlichen Dank auch an alle, die bei der Organisation mit geholfen haben!

Bilder aus der Ankündigung: Weiterlesen

DOKUMENTATION – NEUJAHRESEMPFANG 2017 DES BERNBURGER INTERNATIONALEN STAMMTISCHES mit Landrat MARKUS BAUER

Bericht zu MONTAG 9. JANUAR 2017

DOKUMENTATION ZUM NEUJAHRESEMPFANG DES BERNBURGER INTERNATIONALEN STAMMTISCHES mit LANDRAT MARKUS BAUER

Neujahr 2017 – Titelblatt

Zu einer kleinen Feier zum zweijährigen Bestehen des Internationalen monatlichen Bernburger Stammtisches hatte das Bernburger Montagsforum mit Unterstützung der Hochschule Anhalt und des Kultur Markt Bernburg e.V. wieder alle Bernburger mit internationaler Herkunft, alle der zahlreichen Akteure aber auch alle an der Integrationsarbeit Interessierten herzlich eingeladen.
Landrat Markus Bauer hat zum Neujahr ein kurzes Resümee zur umfangreichen Integrationgrationsleistung des Landkreises  der der zahlreichen Neubernburger gehalten.

In diesem Jahr konnten wir vorzügliche syrische Appetizer geniesen.  Unter der Leitung von professionellen Köchen aus Syrien hatten Syrer mit Studenten des Masterstudienganges Online Kommunikation MOK in der Küche der AWO am Zepziger Weg über 4 Stunden zahlreiche Kostenproben zubereitet. Wir danken der AWO für die Bereitstellung der Großküche.

Von rechts: Abdullah Al-Kuhhali erläutert die zahlreichen Speisen und stellt Chefkoch Mohamad Mamoun ALSAGHIR mit seinem Team vor

World Melange (im Wiederaufbau) unter der Leitung von Alhassan D. NADJOMBE spielte anschließend zum Tanz.

Link zu dem Beitrag des Regionalfernsehen

Der Link zu den Bildern von dem Stadtarchivar Joachim Hennecke: <Galerie 9. Januar 2017>

Ganz herzlichen Dank für die Gespäche und Vorschläge und an die zahlreichen aktiven Helfer!  Die Bilder in der Galerie zeigen auch diese vielen helfenden Hände, die hier immer selbständig mitarbeiten.

Wir werden die zahlreichen Anregungen bezüglich des direkten Handlungsbedarf so gut wie möglich aufgreifen.

World Melange – Regelmäsige Trommelworkshops Freitags 16:00 bis 20:00 (2 mal monatlich)-> Wer mitspielen will (ob Trommel oder anderes Instrument soll sich bitte bei montagsforum@t-online.de anmelden

Auszug aus dem Bericht der Mitteldeutschen Zeitung, MITTWOCH 11.01.2017, Seite 9:

„… Lokales

Abwechslung für viele Flüchtlinge

INTEGRATION Beim Neujahrsempfang des Internationalen Stammtisches in Bernburg treffen sich die Kulturen.

VON MAXIMILIAN MÜHLENS
BERNBURG/MZ – Schon auf der Straße hört man am Montagabend die Trommelklänge, die aus dem „Hotel Wien“ dringen. Mehrere afrikanische Flüchtlinge sitzen in einem Halbkreis zusammen und schlagen rhythmisch mit ihren Händen auf die Felle ihrer Trommeln. Eine Frau, die ebenfalls aus Afrika stammt, tanzt und summt mit den Klängen. Kurze Zeit später gesellen sich zu ihr mehrere Männer aus Syrien, die mit ihr tanzen. Um sie herum stehen viele weitere Menschen, die klatschen oder die Szenerie mit ihren Smartphones festhalten.Der Internationale Stammtisch des Bernburger Montagsforums hatte zu einem Neujahrsempfang in das Kulturzentrum geladen, mit dem gleichzeitig auch das zweijährige Bestehen des Stammtisches gefeiert wurde. „Der heutige Empfang ist vor allem für die Flüchtlinge, die in Bernburg ein neues Zuhause gefunden haben, gedacht“, erklärte Professor Erich Buhmann, Organisator des Montagsforums….
[Ende des Auszugs, mehr als E-PAPER bei MZ-WEB.de oder bei MZ-Online
http://www.mz-web.de/bernburg/integration–abwechslung-fuer-viele-fluechtlinge-25517972 oder in der Papierausgabe vom 11. Januar 2017]

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DOKUMENTATION: Bilder zum Afrikanischen Abend am Montag, den 5.12.2016

5.  DEZEMBER 2016:  Eindrücke von „Afrikanischen Köstlichkeiten und Afrikanischer Musik im Hotel Wien“
Wir wurden von unseren Afrikanern, die in Bernburg wohnen, verwöhnt. Herzlichen Dank!

Ort: Kulturzentrum HOTEL WIEN, Krumbholzstraße / Breite Straße

Wir danken uns mit den Bildern von Joachim Hennecke bei den afrikanischen Köchen und bei World Melange für den afrikanischen Abend mit Bernburger und internationalen Gästen aus zahlreichen Ländern.

internationaler-stammtisch-5-12-16-jh20161205001

Afrkaischer Tanz mit Syrischen Gästen
Afrikanischer Tanz mit Gästen aus vielen Ländern
World Melange
World Melange aus Bernburg

Der Link zur Galerie mit allen Bildern von diesem Afrikanischen Abend

Dokumentation zu Internationalen Stammtisch in Bernburg am 7. 11.2016

Nachbereitung zu Montag, 07. November 2016: | 18:00 – 21:00
HOTEL WIEN: Aktuelle Fragen zur Integration in Sachsen-Anhalt und in der Region Bernburg-Status

Der große Druck zur Unterbringung in den Gemeinschaftsunterkünften ist laut den Angaben des Fachbereich Asyl des Salzlandkreises im Bernburger Kurier der MZ vom 22.11.2016 auf knapp über 400 gesunken. Geblieben sind sehr viele mit Lachen und mit Schatten in den Augen, viele die eine Perspektive von vielen Helfern auf gezeigt bekommen haben aber auch viele deren Weg der Integration noch nicht deutlich sind.
Es werden neue Angebote für die weitere Integration vorbereitet. Wir laden weiterhin jeweils zum Ersten Montag im Monat zum Austausch ein.

Gemeinsam Musizieren mit ehem. WORLD MELANGE

Einladung zum gemeinsamen Musizieren
Zur Vorbereitung der diesjährigen Interkulturellen Woche in Bernburg bieten Musiker der ehemaligen World Melange eine Reihe von öffentlichen Jamsession an.

Internationale Jam Session am 5. September 2016
Internationale Jam Session am 5. September 2016

Nach dem gelungenem Auftakt am Montag den 5. September werden die nächsten Angebote zum Musizieren an den Montagen, 26. September und 10. Oktober 2016 jeweils von 18:00 bis 20:00 vor dem Gebäude Markt 15 in der Bernburger Talstadt sein.
Wer es sich zeitlich erlauben kann ist dann auch zu den Auftritten zur Hauptveranstaltung der Interkulturellen Woche am Dienstag den 27. September auf dem Karlsplatz von 10:00 bis 12:00 und zum Kulturmarkt Bernburg am 21. Oktober 2016 auf dem Markt ab 15:00 eingeladen. Gesucht werden Musiker, die selber Ihre Trommel mitbringen oder mit Ihrem Instrument sich in die Rhythmus einbringen möchten.
Bilder von Joachim Hennecke vom 5. September 2016: „Intern. Jamseesion 5. Sept.2016“:

Internationaler Stammtisch, Afrikanischer Abend 2016, JH20160905,21Internationaler Stammtisch, Afrikanischer Abend 2016, JH20160905,27

Gespräch mit Flüchtlingen: Flucht – Sichere Zuflucht – Zukunft in Bernburg

Ankündigung für:
Montag, den 1. August 2016 | 18:00 – 21:00 | MAXIMVS, Terrasse oben:
Fortsetzung der Gespräche mit Flüchtlingen
Themenspektrum: Nach der Flucht vor dem Krieg zu hause bietet Bernburg nun eine sichere Unterkunft. Welche Perspektiven bietet nun die Region Bernburg für die individuellen Flüchtlinge?

Die nächsten Termine des moatlichen Internationalen Stammtisches:
2016-Internationaler-Stammtisch-Bernburg-juni-2

Dokumentation: INTERNATIONALER STAMMTISCH: Leben in Bernburg – Grüße aus der Talstadt

Dokumentation MONTAG 2. MAI 2016 _ 18:00
Leben in Bernburg – Grüße aus der Talstadt
Zum Internationaler Stammtisch im Mai servierte die Talstadtgemeinde der Marienkirche ein vielfältiges deutsches Abendbrot zur Musik des Jazzensembles LEPIAN.

Bilder zum Internationalen Stammtisch in Bernburg am 2. Mai 2016
Bilder zum Internationalen Stammtisch in Bernburg am 2. Mai 2016 von Joachim Hennicke
Gemeindekirchenrat Hanni Musche erläutert das "Deutsche Abendbrot" (für diesen Anlass ohne Schweinefleisch
Gemeindekirchenrätin Hanni Musche erläutert das „Deutsche Abendbrot“ (für diesen Anlass ohne Schweinefleisch
Das Büffet ist eröffnet
Das Büffet ist eröffnet

Wir bedanken ist bei den Mitgliedern der Talstadtgemeinde für dieses herrliche und liebevoll zusammengestellte Abendbrot.

Lepian spielt auf
Lepian spielt auf
Humorvolles Mitmachen
Humorvolles Mitmachen

Auch den Musikern von LEPIAN sei gedankt für diesen wunderschönen internationalen Abend mit Jazz aus der Talstadt!

Der Link zu den Bilder von Herrn Hennecke von diesem Abend: https://www.dropbox.com/sh/816wj9rz1h6fz8a/AADNsPGqcL0TMdxhuH0vjygea?dl=0

Fluchtursachen – Berichte von Kriegsflüchtlingen in Bernburg

NÄCHSTER VERANSTALTUNGSTERMIN MONTAG 06. Juni 2016 _ 19:00
Eine kleine Reihe jeweils zum Ende des Monats: Fluchtursachen

Die Heimat zu verlassen ist das allerletzte was ein Mensch machen wird. Für die Flucht waren gravierende Gründe ausschlaggebend. Wir wollen mit den Kriegsflüchtlingen in einer kleinen Gruppe über diese Ursachen sprechen um diese Gäste besser kennen zu lernen.

Treffpunkt: Stammtisch oben bei MAXIMVS – bei Sonnenschein Terrasse oben

Die Idee für diese Gesprächsreihe wurde von ATTAC Könnern-Halle vorgeschlagen.
Dokumentaton zum Gespräch zu Fluchtursachen am Montag, den 25. April 2016:
Vom ersten Abend mit zwei Flüchtlingen aus Syrien blieben folgende Eindrücke:
– Alles hat mit einem „normalen“ Leben als Studenten in Homs begonnen
– Friedliche Revolution unmittelbar niedergeschlagen von Regierungstruppen von Assad
– Heckenschützen, Entführungen mit Erschießungen von Freunden, Verhaftungen, Folter und schließlich Zerstörung der Häuser durch Russische Flieger, zunächst Flucht innerhalb von Syrien, dann die Hoffnung von Deutschland aufgenommen zu werden..
– Verkauf von allem Eigentum
– Flucht über Libyen, Türkei nach Griechenland („Fluchthelfer“ werden als „mob“ bezeichnet..)

Wir danken allen Teilnehmern für das Gespräch und laden alle Interessierten zur Fortsetzung ein!

Erklärungen von Bernburger Flüchtlingen

Bernburg,  23.04.2016
Ali Sulaiman, im Namen aller Syrer in der Gemeinschaftsunterkunft in der Aderstedter Straße und anderer Syrer in Bernburg:
Erklärung der Bernburger Syrer zum sexuellen Übergriff auf eine 26-jährige Bernburgerin Opfer auf dem Bernburger Bahnhof am 15. April 2015 (POLIZEIMELDUNGEN Nr. 121, in der MZ veröffentlicht)

Wir wenden uns an alle Frauen und Männer in Bernburg, doch vor allem an die Frau, die in der vergangenen Woche angegriffen und zutiefst beleidigt worden ist.

Wir versuchen uns bei Ihnen zu entschuldigen. Aber wir finden nicht die richtigen Worte und Sätze, um Ihnen zu sagen: Es tut uns leid. Wir wissen wirklich nicht, mit welcher Sprache, mit welchen Formulierungen wir uns bei Ihnen im Namen der Menschen aus Syrien hier in Bernburg entschuldigen können und müssen. Wir verurteilen diese abscheuliche und hässliche Tat aufs Schärfste und bedauern sie sehr. Wir empfinden sie als zutiefst unmoralisch. Es sind nicht unsere Werte, nicht unsere Traditionen, in denen wir erzogen wurden. Wir sagen, dass die Täter, diese beiden Menschen Feinde der Menschlichkeit und der Menschheit sind. Aus dem Angriff sprechen Ignoranz und Barbarei. Uns, alle Syrer, verletzt dieser Verstoß gegen Ihre elementaren Rechte und Würde.
Und wir leiden von diesem Ort und von diesem Punkt aus mit Ihnen und erklären uns mit Ihnen solidarisch. Wir versprechen Ihnen, dass wir eine einzige Hand sein werden, dieses Phänomen, das aus Kleingeistigkeit und Mangel menschlichem Mitgefühl resultiert, zu bekämpfen.

Das ist unsere Pflicht weil wir jetzt in einem Land, in einer Gemeinschaft leben und ein gemeinsames Ziel haben: Wir sind stärker zusammen, um Probleme zu konfrontieren und zu lösen. Wieder bitten wir Sie, uns zu entschuldigen. Aber wir fragen uns: Werden Sie eine Entschuldigung akzeptieren?


Bernburg,  7.03.2016

Ali Sulaiman, im Namen aller Syrer in der Gemeinschaftsunterkunft in der Aderstedter Straße und anderer Syrer in Bernburg:

Erklärung der Bernburger Syrer anlässlich des Internationalen Stammtisches am 7. März 2016 in Bernburg

„Guten Abend meine Damen und Herren, hallo zusammen, ich möchte hier über ein Thema sprechen.
Es ist etwas, was uns alle betrifft, ob wir Syrer sind oder Deutsche oder woher auch immer sonst wir kommen.
Ich weiß und Ihr wisst es auch, dass viele Deutsche die Situation in Syrien jetzt besser verstehen, einschließlich, warum so viele Flüchtlinge kommen.
Aber ich möchte mit meinen Worten nun einiges ansprechen.
Ich möchte sagen; wir sind geflohen, weggerannt vor Tod, Terror, Unterdrückung der Freiheit und vor permanenter Unsicherheit.
Wir sind nicht aus unseren eigenen persönlichen Gründen oder aus wirtschaftlichen Gründen hier.
Der Krieg hat uns auf diesen Weg gezwungen, dazu, ein neues Leben anzufangen.
Wir wissen, dass viele von Ihnen hier in Deutschland und Ihre Familien, Ihre Vorfahren den Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Sie wissen, wie das ist. Der Krieg ist immer hässlich.
Ich bitte Sie also, sich kurz vorzustellen, wie schmerzhaft es für jeden Menschen ist, wenn vor seinen Augen sein Land zerstört wird.
Er steht hilflos davor und er kann nichts, rein gar nichts tun, seine Heimat zu retten.
Wir waren vorher sehr glücklich in unserem Leben in Syrien. Niemand dachte vor dem Krieg daran oder hätte es sich vorstellen können, das Land zu verlassen. Das verursacht uns viel Schmerz.
Aber alles, was mit uns geschieht, ist auch unser Schicksal.
Mir ist es wichtig, dass Sie wissen:
Wir möchten uns in Ihre Gemeinschaft und Ihre Gemeinde integrieren.
Wir fühlen uns dem deutschen Recht verpflichtet und wir wollen auch mit Ihnen in Frieden leben, ein gemeinsames Leben.  Das wir zusammen stehen.
Denn zusammen sind wir stärker und wir müssen uns auch gegenseitig unterstützen, beharrlich zu sein.
Wir können dies nicht alles allein schaffen. Nur mit Ihrer Hilfe werden wir das Unmögliche erreichen.
Denn wir wollen von hier sein und ein Teil der deutschen Gesellschaft werden.  Wir haben viel verloren, aber wir haben immer noch unsere Träume behalten.
Wir möchten hier in Deutschland unsere Träume verwirklichen, um sie hier positiv in Ihre Gemeinschaft einzubringen.
Ihr Land ist sehr schön und wir wissen, dass auch Sie, die Menschen hier in Deutschland, den Frieden lieben.
Ich wünsche, dass Sie und Ihr mich auf gute Weise versteht.
Wenn Sie eine Frage haben, oder ein Anregung, etwas, das Sie sagen möchten: Herzlich Willkommen.
Und schließlich danke ich Ihnen und Euch für Ihre und Eure Zeit.  Ich danke auch für die Aufmerksamkeit.
Und ich wünsche Ihnen alles Gute im Leben.“

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STELLUNGNAHME: Glaubwürdigkeit versus Handlungsfähigkeit

Dokumentation zum Bernburger Montagsforum am 21. März 2016
um 19:00 im Restaurant MAXIMVS, Saalplatz 3, 06406 Bernburg
Glaubwürdigkeit versus Handlungsfähigkeit

Nur ein Dreier-Bündnis aus CDU, SPD und Grünen hat in Sachsen-Anhalt nach der Landtagswahl am 13. März 2016 scheint eine stabile Mehrheit zu ermöglichen.
Wie weit sollen die Parteien gehen ohne Ihre Glaubwürdigkeit, die ja gerade massiv angezählt wurde, zu verlieren?
NACH PARTEIÜBERGREIFENDER DISKUSSION mit einer Reihe von Stadt- und Kreistagsabgeordneten und einer Reihe von engagierten Bürgern über die „GLAUBWÜRDIGKEIT DES POLITISCHEN HANDELNS NACH DER LANDTAGSWAHL“ haben wir eine KLEINE STELLUNGSNAHME veröffentlicht.

STELLUNGNAHME DES BERNBURGER MONTAGSFORUM ZUR REAKTION AUF DAS ERGEBNIS DER LANDTAGSWAHL AM 13. MÄRZ 2016 IN SACHSEN-ANHALT

Am 1. April 2016 werden in einem Kleinen Parteitag Bündnis 90 / Die Grünen und am 2. April die SPD in einem Sonderparteitag über die Aufnahme der Koalitionsverhandlungen in einem Dreier-Bündnis aus CDU, SPD und Grünen entscheiden. Die Teilnehmer des parteiübergreifenden Bernburger Montagsforum am 21. März gehen davon aus, dass die VertreterInnen der beiden kleineren Partner für diese Verhandlungen stimmen werden.

Diese Verhandlungen sind ein Ergebnis der Landtagswahl. Gemäß Wahlforschung haben drei Viertel der AfD Wähler diese Partei nicht aus inhaltlichen Erwägungen, sondern lediglich als Protest gewählt. Diesen Protest müssen die anderen Parteien ernst nehmen. Neben der Angst vor den unbekannten Flüchtlingen gibt es auch den Protest gegen die soziale Ungerechtigkeit.

In Anbetracht dieses Wählerprotestes darf ein „Weiter so“ nicht sein. So darf beim Wähler nicht der Eindruck entstehen, dass nur um der Macht willen die vom Wähler kritisierten Schieflagen der bisherigen Landespolitik, wie beispielsweise im Bildungs- und Sozialbereich, nicht verbessert werden.

In den Verhandlungen müssen die Positionen der jeweiligen Parteien deutlich erkennbar verhandelt werden.

Insbesondere braucht es eine Wende in der Bildungspolitik. Das hohe Potential an Protestwählern weist darauf hin, wieviel Bedarf an politischer Bildung in Sachsen-Anhalt besteht. Ohne eine spürbar verbesserte personelle Ausstattung der Schulen wird dies nicht zu erreichen sein. Weiterhin muss eine auskömmliche Finanzausstattung der Kommunen sichergestellt werden.

Prof. Erich Buhmann, für das Bernburger Montagsforum

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Hintergründe:

Übereinstimmung der Zielsetzungen zur Landtagswahl 2016 nach Wahlautomat (Widergabe ohne Prüfung, aber wohl realistisch)
Übereinstimmung der Zielsetzungen zur Landtagswahl 2016 nach Wahlautomat

(Widergabe ohne Prüfung, aber wohl realistisch)

Wesentliche Knackpunkte, wie diese zum Beispiel auch in der Mitteldeutschen Zeitung vom 15. März 2016 auf Seite 2 zusammengestellt wurden, sind die grundsätzlichen Unterschiede zu Fragen in den Bereichen Integration, Familienpolitik, Braunkohle, Elbe- und Saaleausbau, Bildung und Innere Sicherheit.

Wir wollen mit Bernburger Politikern und Wählern vor Ort mögliche Kompromisslinien diskutieren. Über eine rege Beteiligung würden wir uns freuen. Die parteiübergreifende öffentliche Diskussion soll den jeweiligen Parteigremien dann vorgetragen werden.

Diskussion der Auswirkungen der Landtagswahl 2016 in Sachsen-Anhalt
Das Ergebnis der Landtagswahl am 13. März 2916 in Sachsen-Anhalt:
Wahlberechtigt: 1,9 Mill., Abgegebene Stimmen: 1,15 Mill. (Wahlbeteiligung 61.1 %)

CDU:                29,8%   (-2,8%)
AfD:                 24,2%   (+24,2%)
Linke:               16,3%   (-7,4%)
SPD:                10,6%   (-10,9%)
Grüne:             5,2%  (-1,9%)
FDP:                4,9%  (+1,1%)
Sonstige:          9,0%  (+2,2%)

3/4 der Wähler haben die AfD aus Protest gewählt, nur die Minderheit von einem Viertel hat die AfD aus Überzeugung gewählt (laut infratest dimap am 14.3.2016)

Link zu Analyse der Wahlen in ARD Tageschau.de (Stand: 13.03.2016 )

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Viele Wahlforscher gehen davon aus, dass aufgrund des hohen Protestanteiles der Wähler die neue rechte Partei rasch wieder in sich zusammenbricht, da das Thema der Angst aus dem zweiten Halbjahr 2015 vor so vielen Flüchtlingen in so kurzer Zeit kein Dauerthema sein würde. Weiterlesen

Dokumentation: Internationaler Stammtisch: Workshop zur Anhörung vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Dokumentation: Montag, 7. März 2016, 18:00 – 20:00
HOTEL WIEN_Kulturzentrum

Internationaler Stammtisch mit Flüchtlingen:
Workshop: Anhörung vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge:

Vorbereitung auf das Gespräch. Eine Veranstaltung des Flüchtlingsrates Sachsen-Anhalt für Betreuer von Flüchtlingen und Flüchtlingen, die noch kein Anhörungsgespräch hatten.

Der Referent Dr. Carsten Hörich hat an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg im Bereich des Migrationsrecht promoviert und ist als freier Dozent für Migrationsrecht tätig.  Kontakt: carsten.hoerich(at)jura.uni-halle.de

Ankündigung Workshop zur Anhörung des Flüchtlingsrates am 7.3.2016
Ankündigung Workshop zur Anhörung des Flüchtlingsrates am 7.3.2016

 

Schrittweise Erläuterungen des Anhörungsverfahrens am 7.3.2016
Schrittweise Erläuterungen des Anhörungsverfahrens am 7.3.2016

Der Abend begann  mit einer lukullischen Überraschung.  Syrische Familien hatten zahlreiche syrische Leckerbissen vorbereitet. Die Gerichte mit Couscous, Reis und vielen frischen Salaten waren sehr schmackhaft und in so großer Menge, dass alle der über zweihundert Gäste etwas zum Kosten bekamen. Ein ganz ganz großes Kompliment für die Leistung!

Couscous, feine Reisgerichte und viele frische Salate
Couscous, feine Reisgerichte und viele frische Salate

In der Sequenz des Ablaufs des Anhörungsverfahrens wurden vor über die große Anzahl an Flüchtlingen und Bernburgern  in Deutsch, Arabisch, Französisch und Englisch eingehende folgende Fragestellungen  erläutert:
– Wie kann ich mich auf die Anhörung vorbereiten?
– Wie läuft die Anhörung im Asylverfahren ab?
– Was muss ich beachten und welche Rechte habe ich?

Referent Jurist Dr. Carsten Hörich, Dolmetscher und Mitarbeiter des Flüchtlingsrates
Gastgeber, Referent Jurist Dr. Carsten Hörich, Dolmetscher und Mitarbeiter des Flüchtlingsrates

Die Flüchtlinge wurden aufgefordert sich darauf vorzubereiten die gesamte Geschichte der persönlichen Verfolgung im Detail vorzutragen und nach Möglichkeit Beweise mit zu bringen. Schon geringfügige Ungenauigkeiten können zur Aberkennung führen. Ferner wurde die Rolle des Übersetzers und der Wortprotokolls deutlich gemacht.

Als Empfehlung zur Einführung wurde das mehrsprachige Informationsblatt des Informationsverbund Asyl und Migration verteilt, das aber auch zum herunterladen zur Verfügung steht: „Anhörung“

Mehrgeneration .. alle warten auf den Anhörungstermin
Mehrgeneration, zahlreiche Herkunftsländer .. fast alle warten auf den Anhörungstermin

Zum Schluss wurde von zahlreichen Flüchtlingen die Ohnmacht und Verunsicherung über die Ungewissheit bezüglich des Termins des Anhörung geäußert. Viele warten nun schon länger als 6 Monate, während einige wenige schon nach 3 Monaten zur Anhörung eingeladen wurden.

Der Referent betonte, dass keiner der Flüchtlinge diese sehr unterschiedliche Länge der Wartezeit persönlich nehmen darf. Es ist derzeit reiner Zufall wer wann den Termin bekommt. Es gibt keine Möglichkeit diesen Termin schneller ein zu klagen.

Jeder einzelne Flüchtling muss mit dieser Unsicherheit umgehen und gleichzeitig alles darauf zu setzen während dieser Wartezeit Deutsch zu lernen und sich bei der Arbeitsagentur ab einer Mindestsprachkenntnis zunächst um Praktika zur Einarbeitung zu bemühen. Da die Deutschkenntnisse bei vielen soweit sind dass diese mit Deutschen geübt werden könnten sind Möglichkeiten des Austausches mit Bernburgern auf Deutsch gesucht.

Nach der Erläuterungen folgten zahlreiche Fragen und Diskussionsbeiträge
Nach der Erläuterungen folgten zahlreiche Fragen und Diskussionsbeiträge

Wie gut die Deutschkenntnisse zum Teil schon sind zeigt die Erklärung der Syrer zum Internationalen Bernburger Stammtisch am 7.3.2016:

Erklärung von Ali Sulaiman im Namen aller syrischen Flüchtlinge, die jetzt in Bernburg leben
anlässlich des Internationalen Stammtisches am 7. März 2016 in Bernburg vorgetragen

„Guten Abend meine Damen und Herren, hallo zusammen, ich möchte hier über ein Thema sprechen.
Es ist etwas, was uns alle betrifft, ob wir Syrer sind oder Deutsche oder woher auch immer sonst wir kommen.
Ich weiß und Ihr wisst es auch, dass viele Deutsche die Situation in Syrien jetzt besser verstehen, einschließlich, warum so viele Flüchtlinge kommen.
Aber ich möchte mit meinen Worten nun einiges ansprechen.

Ich möchte sagen; wir sind geflohen, weggerannt vor Tod, Terror, Unterdrückung der Freiheit und vor permanenter Unsicherheit.
Wir sind nicht aus unseren eigenen persönlichen Gründen oder aus wirtschaftlichen Gründen hier.
Der Krieg hat uns auf diesen Weg gezwungen, dazu, ein neues Leben anzufangen.

Wir wissen, dass viele von Ihnen hier in Deutschland und Ihre Familien, Ihre Vorfahren den Zweiten Weltkrieg erlebt haben. Sie wissen, wie das ist. Der Krieg ist immer hässlich.
Ich bitte Sie also, sich kurz vorzustellen, wie schmerzhaft es für jeden Menschen ist, wenn vor seinen Augen sein Land zerstört wird.
Er steht hilflos davor und er kann nichts, rein gar nichts tun, seine Heimat zu retten.

Wir waren vorher sehr glücklich in unserem Leben in Syrien. Niemand dachte vor dem Krieg daran oder hätte es sich vorstellen können, das Land zu verlassen. Das verursacht uns viel Schmerz.
Aber alles, was mit uns geschieht, ist auch unser Schicksal.
Mir ist es wichtig, dass Sie wissen:
Wir möchten uns in Ihre Gemeinschaft und Ihre Gemeinde integrieren.
Wir fühlen uns dem deutschen Recht verpflichtet und wir wollen auch mit Ihnen in Frieden leben, ein gemeinsames Leben. Das wir zusammen stehen.
Denn zusammen sind wir stärker und wir müssen uns auch gegenseitig unterstützen, beharrlich zu sein.
Wir können dies nicht alles allein schaffen. Nur mit Ihrer Hilfe werden wir das Unmögliche erreichen.
Denn wir wollen von hier sein und ein Teil der deutschen Gesellschaft werden. Wir haben viel verloren, aber wir haben immer noch unsere Träume behalten.
Wir möchten hier in Deutschland unsere Träume verwirklichen, um sie hier positiv in Ihre Gemeinschaft einzubringen.
Ihr Land ist sehr schön und wir wissen, dass auch Sie, die Menschen hier in Deutschland, den Frieden lieben.

Ich wünsche, dass Sie und Ihr mich auf gute Weise versteht.
Wenn Sie eine Frage haben, oder ein Anregung, etwas, das Sie sagen möchten: Herzlich Willkommen.
Und schließlich danke ich Ihnen und Euch für Ihre und Eure Zeit. Ich danke auch für die Aufmerksamkeit.
Und ich wünsche Ihnen alles Gute im Leben.“

Ali Sulaiman, im Namen aller Syrer in der Gemeinschaftsunterkunft in der Aderstedter Straße und anderer Syrer in Bernburg

Ali Sulaiman ist  Sprecher der Syrer in der Gemeinschaftsunterkunft in der Aderstedter Straße, Bernburg

Lehrer und auch Betreuer...
Lehrer und auch Betreuer… ein spannender Weg

Danksagungen für die Unterstützung des Workshops am 7.3.2016
Danke an den Flüchtlingsrat Sachsen-Anhalt e.V. für die Organisation und Finanzierung des Referenten und der Dolmetscher sowie der Bereitstellung der Informationsmaterialien,
Dank an die syrische Organisationsgruppe für die Verköstigung,
Danke an das Kulturzentrum Hotel Wien für die zur Verfügung Stellung der Räume,
Dank an den Kultur Markt Bernburg e.V. für die Übernahme der Kosten für die Getränke,
Dank an Jeanne Colgan, Grete Eschrich, Anton Spitz und Noah Buhmann für die tatkräftige Vor- und Nachbereitung,
Dank an Joachim Hennecke für die ausführliche Bilddokumentation, sowie
Dank an die Dozenten der Kreisvolkshochschule Salzlandkreis und der Hochschule Anhalt für die Unterstützung.

Links zu Materalien und weiterführende Links:
DOKUMENTATION:
Bernburger Erklärung der Syrer vom 7.3.2016 zum Ausdruck:
Montagsforum-INTERENATIONAL-ERKLÄRUNG-BERNBURGER-SYRER-7-März-2016
Die zahlreichen Bilder von Joachim Hennecke können sie einsehen in der Galerie:        Bernburger Internationalen Stammtisch am 7.3.2016
Dokumentation des Workshops am 7.3.2016: Dokumentation_Montagsforum-INTERENATIONAL-ERKLÄRUNG-BERNBURGER-SYRER-7-März-2016

MATERALIEN:
Mehrsprachige Ausgaben des Informationen des Informationsverbund Asyl und Migration  „Anhörung“
Link zu aktuellen Vorträge zum Migrationsrecht und Migrationspraxis im Rahmen der „Open Lectures“ der Martin Luther Universität Halle-Wittenberg (Stand 7.12.2015…)
Flyer der Ankündigung des Bernburger Internationalen Stammtisches vom 7.3.2016 zum herunterladen: 2016-March-7_Bernburg-Anhörung

Fluchtursachen bekämpfen

Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge helfen


29.1.2016: Momentaufnahme zum Ende des ersten Monats im Jahr 2016 der Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke:

„…während die Repräsentanten der Großen Koalition in Magdeburg gemeinsam bei einer Kochshow hinterm Herd stehen, werden bei einer Kundgebung der AfD in Magdeburg Journalisten gewalttätig angegriffen.

Am heutigen Freitag will die rechte AfD in Dessau ihre völkischen Parolen verbreiten. Das Netzwerk GELEBTE DEMOKRATIE ruft zur Protestkundgebung auf.  Lasst uns gemeinsam ein Zeichen gegen Hassparolen der AfD setzen und kommt heute ab 19.00 gerne zur Protestkundgebung.

In Berlin ist die Große Koalition nicht in der Lage die drängenden Fragen der Asyl-, Integrations- und Flüchtlingspolitik zu lösen. Stattdessen bestimmt der Populismus eines Horst Seehofers und seiner CSU immer stärker den öffentlichen Diskurs.

Über 60 Millionen Menschen sind weltweit durch Krieg, Verfolgung, Klimakrise und existenzielle Not gezwungen, ihre bisherige Heimat zu verlassen. Nur etwa jeder Zehnte Flüchtling erreicht Europa. Die allermeisten von ihnen fliehen innerhalb ihres eigenen Landes oder halten sich in den meist sehr armen Nachbarstaaten bzw. in den jeweiligen Konfliktregionen auf. Gleichzeitig konnten nur wenige Menschen in ihre Herkunftsländer zurückkehren, so wenige wie seit über 30 Jahren nicht mehr. Was sind die großen Fluchtursachen und wie können sie bekämpft werden? Vor welchen Aufgaben steht die deutsche Außenpolitik derzeit? Wie kann eine bessere Krisenprävention aussehen? Welche Rolle spielen dabei zivilgesellschaftliche Akteure? Diese und weitere Fragen werde ich im Gespräch mit Frithjof Schmidt thematisieren und mit dem Publikum diskutieren.–„

Terminhinweis hierzu:
Mi, 17. Februar 2016, 18:30-20:30 Uhr
MehrGenerationenHaus „Harold and Maude“
Sternstraße 14
06886 Lutherstadt Wittenberg

Steffi Lemke im Gespräch mit Frithjof Schmidt:
„Fluchtursachen bekämpfen – Flüchtlinge helfen“.  Aus Sicht von Frithjof Schmidt, stellvertretender Fraktionsvorsitzender, befindet sich die postkoloniale Ordnung in großen Teilen des Nahen Ostens, des nördlichen Afrikas und der Sahelzone in Auflösung. Doch nachhaltige politische Antworten darauf sind noch nicht gefunden und schnelle Lösungen dafür wird es auch nicht geben. Es ist entscheidend sich nun auf die Suche nach solchen Lösungen zu machen und Abschottungs- und Angstdebatten nicht weiter anzuheizen.
Was sind die großen Fluchtursachen und wie können sie bekämpft werden? Vor welchen Aufgaben steht die deutsche Außenpolitik derzeit? Wie kann eine bessere Krisenprävention aussehen? Welche Rolle spielen dabei zivilgesellschaftliche Akteure?
Diese und weitere Fragen wird Steffi Lemke im Gespräch Frithjof Schmidt thematisieren und mit dem Publikum diskutieren.
Quelle und weitere Informationen zur Veranstaltung: Steffi Lemke, MdB


 

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