Pressespiegel

Pressespiegel  mit ausgewählten Presseerklärungen in Ergänzung zu der Thematischen Dokumentation unter Themenbereiche zu Veröffentlichungen über das Montagsforum, soweit die Wiedergaberechte eingeholt werden konnten.


NACH PARTEIÜBERGREIFENDER DISKUSSION mit einer Reihe von Stadt- und Kreistagsabgeordneten und engagierten Bürgern über „GLAUBWÜRDIGKEIT DES POLITISCHEN HANDELNS NACH DER LANDTAGSWAHL“ haben wir im Montagsforum vom 21.3.2016 folgende Stellungnahme formuliert und an die Redaktion der MZ weitergegeben.

PM_2016-03-21:
STELLUNGNAHME DES BERNBURGER MONTAGSFORUM ZUR REAKTION AUF DAS ERGEBNIS DER LANDTAGSWAHL AM 13. MÄRZ 2016 IN SACHSEN-ANHALT

Am 1. April 2016 werden in einem Kleinen Parteitag Bündnis 90 / Die Grünen und am 2. April die SPD in einem Sonderparteitag über die Aufnahme der Koalitionsverhandlungen in einem Dreier-Bündnis aus CDU, SPD und Grünen entscheiden. Die Teilnehmer des parteiübergreifenden Bernburger Montagsforum am 21. März gehen davon aus, dass die VertreterInnen der beiden kleineren Partner für diese Verhandlungen stimmen werden.

Diese Verhandlungen sind ein Ergebnis der Landtagswahl. Gemäß Wahlforschung haben drei Viertel der AfD Wähler diese Partei nicht aus inhaltlichen Erwägungen, sondern lediglich als Protest gewählt. Diesen Protest müssen die anderen Parteien ernst nehmen. Neben der Angst vor den unbekannten Flüchtlingen gibt es auch den Protest gegen die soziale Ungerechtigkeit.

In Anbetracht dieses Wählerprotestes darf ein „Weiter so“ nicht sein. So darf beim Wähler nicht der Eindruck entstehen, dass nur um der Macht willen die vom Wähler kritisierten Schieflagen der bisherigen Landespolitik, wie beispielsweise im Bildungs- und Sozialbereich, nicht verbessert werden.

In den Verhandlungen müssen die Positionen der jeweiligen Parteien deutlich erkennbar verhandelt werden.

Insbesondere braucht es eine Wende in der Bildungspolitik. Das hohe Potential an Protestwählern weist darauf hin, wieviel Bedarf an politischer Bildung in Sachsen-Anhalt besteht. Ohne eine spürbar verbesserte personelle Ausstattung der Schulen wird dies nicht zu erreichen sein. Weiterhin muss eine auskömmliche Finanzausstattung der Kommunen sichergestellt werden.

Prof. Erich Buhmann, für das Bernburger Montagsforum


 


11.03.2016:
Bericht der MZ Bernburg zum Workshop über Anhörung
am 7.3.2016

Lokales
Appell eines Flüchtlings
Ali Sulaiman verliest bei Stammtisch Erklärung von Syrern

BERNBURG/MZ/TAD – Während des monatlichen Internationalen Stammtisches am Montag im Kulturzentrum „Hotel Wien“ hat Carsten Hörich, Dozent für Migrationsrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, über das Anhörungsverfahren für Flüchtlinge referiert…. (Abdruck des gesamten  Beitrages:  MZ_ BERNBURGER-KURIER_FREITAG_160311 _Internationaler-Stammtisch)

09.03.2016: Pressemitteilung des Bernburger Montagsforums zum Workshop über Anhörung am 7.3.2016 mit der Bernburger Erklärung von Syrischen Flüchtlingen

Zum monatlichen Internationalen Stammtisch mit Flüchtlingen in Bernburg am Montag, den 7. März 2016 hatte der Flüchtlingsrat zu einem Workshop zum Thema Anhörung vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge eingeladen. Die zahlreichen auf Ihre Anhörung wartenden Flüchtlinge sollten auf dieses Gespräch vorbereitet werden. Weiterhin gab der Workshop den Betreuern von Flüchtlingen eine Einführung in diese zentrale Problematik. Als Referent konnte der Dozent für Migrationsrecht Dr. Carsten Hörich von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gewonnen werden.

Der Abend begann mit einer kulinarischen Überraschung.  Syrische Familien hatten zahlreiche syrische Leckerbissen vorbereitet. Die Gerichte mit Couscous, Reis und vielen frischen Salaten waren sehr schmackhaft und in so großer Menge, dass alle der über zweihundert Gäste etwas zum Kosten bekamen. Ein ganz großes Kompliment für die Leistung! … Link zu dem vollständigen Text der Pressemitteilung: PM_Montagsforum-INTERENATIONAL-ERKLÄRUNG-BERNBURGER-SYRER-7-März-2016

Link zum Text der Erklärung der Bernburger Flüchtlinge aus Syrien vom 7.3.2016


Leserbrief zum Beitrag: Syrische Familie in Plötzkau: Keine Berührungsängste | Bernburg – Mitteldeutsche Zeitung –  Bernburg, 8.01.2016 Seite 7

VON DETLEF VALTINK

http://www.mz-web.de/bernburg/syrische-familie-in-ploetzkau-keine-beruehrungsaengste,20640898,33479602.html#plx1181680067

Herzlichen Dank an die Lokalredaktion für diese Berichterstattung. Jeder endlich in Bernburg angekommene Flüchtling hat viel hinter sich gebracht. Diesen individuellen Personen ein Gesicht zu geben ist eine wichtige Aufgabe zu der eine Lokalredaktion einen verantwortlichen Beitrag für die Integration der Neubernburger leisten kann. Bitte versuchen Sie noch andere Portraits von Flüchtlingen auf zu bereiten. So können Vorurteile abgebaut werden.

Ein großes Kompliment auch an die Plötzkauer, die dieser Familie helfen. An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an all die Erzieher, die die zahlreichen Flüchtlingskinder in unserer Region mit viel Liebe betreuen. Dank Ihrer Integrationsarbeit sind all diese Kinder trotz Ihrer schweren Schicksaale schon in wenigen Wochen Teil unsere Gesellschaft.

Prof. Erich Buhmann, Internationaler Stammtisch Bernburg


 

MZ-Bernburg, 5.1.2016, Leserforum Seite 10 (Auszug)

Stammtisch sucht noch Gesprächspartner

Zu einer Feier zum Jahresausklang hatte der Internationale Stammtisch Bernburg eingeladen:

20151228-internationaler-StammtischBildtitel: Zwischen den Jahren einmal kurz abschalten – Im Gespräch mit Bernburgern: Flüchtlinge und Migranten aus Afghanistan, China, Eritrea, Iran, Kenia, Pakistan, Somalia, Syrien, Togo, Namibia, Niger, Vietnam u.a.

Die über 50 Teilnehmer aus 14 Ländern nehmen alle an den laufenden Deutschkursen teil und haben großes Interesse, so schnell wie möglich einen Praktikumsplatz zu bekommen. Das ist notwendig, um die von allen mitgebrachten Kompetenzen anzuerkennen und wertzuschätzen.

Da zumindest einige der Teilnehmer aufgrund der Kriegszustände in ihrem Heimatland schon dreijährige Aufenthaltstitel erhalten haben, wird hier viel Arbeit auf die Arbeitsagentur und die mit der beruflichen Qualifikation und der Deutschausbildung beauftragten Träger zukommen.Weiterhin würden gerne noch mehr der Flüchtlinge sich in Sportvereinen einbringen. Zur Vermittlung sollten die informellen Netzwerke zwischen den Trägern, den Vereinen und den öffentlichen Stellen noch stärker aktiviert werden. Bei der Feier sollte aber auch ein wenig vom Alltag abgelenkt werden. So wurden auch Speisen zubereitet. Den kulinarischen Höhepunkt lieferten verschiedene Köche aus Afrika mit köstlichen landestypischen Appetithappen. Für die Beteiligung an den Gesprächen mit Flüchtlingen während der monatlichen internationalen Stammtische suchen wir noch mehr Bernburger Gesprächspartner. Der Austausch mit Menschen aus vielen Nationen zeigte sich in den letzten Monaten als sehr spannend und ist zudem unabdingbar für ein Ankommen der Neubernburger. Nächster Termin ist Montag, 25. Januar, ab 19 Uhr im Hotel Wien. Dort wird zum internationaler Neujahresempfang mit Landrat Bauer eingeladen.

Erich Buhmann, Bernburg


 

Bericht zum Montagsforum im LEO Magazin April 2012
Bernburger Montagsforum – Offen und ohne Schnörkel
Politik soll transparent sein und verstanden werden. Erich Buhmann setzt auf den Dialog und lädt ein, aktuelle Themen anzupacken. Offen, direkt und ohne Schnörkel geht es zur Sache beim Bernburger Montagsforum. Dort ist der Hochschullehrer Moderator…..<a href=“http://www.leo-magazin.com/news/1880.html“….mehr>>>
http://www.leo-magazin.com/news/1880.html

———————————————————————————————————————
Nachlese zum Besuch des „Geldkongresses“ von Global Change Now in Köthen am 12.3.2012
Der Kongress fand einen sehr grosser Zuspruch und sehr gute Presse:

Berichtshinweis in der Mitteldeutschen Zeitung: KATRIN NOACK vom 13.03.12, Was nützen Rockefeller seine Ölmilliarden?
„…Der Sinn des Geldes wird dieser Tages auf dem Geldkongress von Global Change Now (GCN) in Köthen diskutiert. Die Ausstellung „Die Bibel und das Geld“ hinterfragt diesen in Bibelzitaten und Bildern….“
» mehr…

Berichtserstattung in der Mitteldeutschen Zeitung am 11.03.12 von KATRIN NOACK: Fünf vor Zwölf in Sankt Jakob
„…Aus dem ganzen Bundesgebiet kamen Besucher, um am Sonnabendmittag die Eröffnung des ersten Geldkongresses „Macht Geld Sinn“ in der Köthener Jakobskirche zu erleben. >> mehr…
———————————————————————————————————————

Diskussion zum Verkauf der Salzlandkliniken am 5.3.2012

Pressespiegel – Super Sonntag Bernburg, 11.3.2012 – Lokales, Seite 3
Montagsforum hatte die Salzlandkliniken zum Thema
Klinkverkauf eventuell ohne Notifizierung
Link zum E-Paper der Ausgabe mit dem Betrag der Redaktion des Super Sonntag auf Seite 3

Pressespiegel -Mitteldeutsche Zeitung, Bernburg, 07.3.2012 – Lokales, Seite 8
Bernburg
Fachleute wandern aus dem Klinikum ab
VON HEIKO WIGRIM
BERNBURG/MZ. Am Ende blieb nur Hoffnung und ein Gefühl der Ohnmacht. Mehr als 20 interessierte Bürger waren zum Bernburger Montagsforum der Bündnisgrünen ins Maximus gekommen. „Krankenhausskandal im Salzlandkreis?“ hieß das provokante Thema. ….>>mehr bei MZ-WEB.DE

———————————————————————————————————————

Erster Kultur Markt Bernburg
VON SUSANNE WEIHMANN, 16.10.11

Kulturmarkt Bernburg
Joachim Grossert wollte eigentlich «Neu-Bernburgern» die Stadt zeigen. Die fanden sich zwar nicht auf dem Markt ein, dafür aber andere geschichtlich interessierte Zuhörer. (FOTO: ENGELBERT PÜLICHER)

BERNBURG/MZ. Mit Till Eulenspiegel verscherzt man es sich besser nicht. Das wissen jetzt auch die drei Schneiderknechte, die am Markt auf ihrem Fensterladen über den Narren spotteten und lachten. Denn sie erlebten wenig später ihr blaues Wunder, als der Fensterladen krachend unter ihnen zusammen brachen und sie hart auf dem Boden landeten. „Seht, seht! Der Wind weht drei Schneider vom Fenster!“, rief Eulenspiegel so laut, dass die Leute herbei gelaufen kamen und loslachten.

So soll es sich vor einigen hundert Jahren auf dem Bernburger Marktplatz zugetragen haben – und es wiederholte sich am Freitagnachmittag zum ersten Kultur Markt Bernburg in der Talstadt, den Bernburger Bürger zusammen mit Studenten der Hochschule organisiert hatten. Einer der Programmpunkte des Festes, mit dem die Studienanfänger in der Saalestadt begrüßt werden sollten, war das Straßentheater, bei dem das Eulenspiegel-Stück gezeigt wurde.

Natürlich hatte nicht der Wind die Schneiderknechte vom Fensterladen (hier ein Holztisch) geweht. Vielmehr hatte Till Eulenspiegel die Pfosten angesägt und darauf gewartet, dass sich – wie so oft – die Schweine des Schneiders daran rieben. Was folgte, ist bekannt. „Und die Moral von der Geschicht‘: Till Eulenspiegel verarscht man nicht“, rief der Narr – trefflich gespielt von Julian Eilenberger – dem Publikum noch zu. Eilenberger selbst hatte ein Stück aus der bisher wenig bekannten 47. Historie „Wie der Wind drei Schneidergesellen fortwehte“ gemacht und dabei den Eulenspiegel-Autor Hermann Bote gleich mit eingebunden, dargestellt von Noah Buhmann. Auch ganze 24 Sprichwörter, die ihren Ursprung im Mittelalter haben, hat Eilenberger in das Stück eingebaut. Der 27-jährige Darsteller des Schalksnarren sammelte schon während der Schulzeit Erfahrungen in der Theatergruppe, und arbeitet gegenwärtig als Klavierlehrer und, wen wundert’s, als Märchenerzähler.

Ausgegraben hat diese Eulenspiegel-Geschichte Museumsleiter Roland Wiermann während der Vorbereitung auf die Ausstellung „500 Jahre Eulenspiegel“, die im Februar kommenden Jahres im Museum zu sehen sein wird. Dabei stieß er auf ein Fragment, das 1973 während der Restauration eines Buches zufällig entdeckt worden.

Geschichtlich sollte es auch bei einer Stadtführung mit Joachim Grossert weiter gehen. Allerdings wartete er vergeblich auf einen Zulauf junger Leute. Dennoch versammelte sich ein interessiertes Publikum um den Mann, der in den vergangenen Monaten mit seinen Straßenführungen anlässlich des Stadtjubiläums viele Menschen für die Geschichte der Stadt begeisterte. Eigentlich habe er Neu-Bernburgern die Stadt etwas näher bringen wollen, sagte Grossert. Aber die waren offenkundig nicht unter den Zuhörern. „Dann tun wir jetzt mal so, als wären wir alle keine Bernburger“, nahm es der „Stadtführer“ mit Humor. In bekannt kurzweiliger Art führte der Landeskundler die Teilnehmer vom Markt zur Marienkirche, zum Nienburger Tor und weiter zur Grenze zwischen Alt- und Neustadt. Dabei zeigte er ihnen das ehemalige Verwaltungsgebäude der Residenzstadt, vor dem sich auch 1849 der „Bernburger Bürgermord“ mit 14 Toten zugetragen hat. Grossert gab einen Einblick in die Heraldik und erklärte die einzelnen Felder des Anhalt-Wappens und was davon im Bernburger Wappen übrig geblieben ist. Und er erzählte von den berühmtesten Schülern der Adolf-Diesterweg-Schule am Altstädter Kirchhof: Dem Hofmaler am herzoglichen Hof von Anhalt-Bernburg Wilhelm von Kügelgen (1802-1867) und dem „Stararchitekten der DDR“ Hermann Henselmann (1905-1995).

Auf dem Markt präsentierten sich indes das Theater, die Stadtinformation, die Mitteldeutsche Zeitung, Tauchlehrer Mario Schlüter und andere mehr. Die Geschäfte am Markt sowie der Eine-Welt-Laden sorgten für Speisen und Getränke. Während sich die Studenten am Nachmittag noch rar machten, füllte sich die Talstadt am Abend zusehends mit jungen Leuten. Sie kamen ins „Hotel Wien“ und ins Restaurant „Amadeus 1“, um verschiedenen Live-Bands, wie „Lila Vie“, „Grünfeuer“ oder „Lepian“ zu hören und den Auftritt des Bernburger Kabaretts „M!Pört“ mitzuerleben. „Schade, dass nachmittags so wenig Leute da waren“, sagte Naturschutz-Studentin Jana Schlaugat. Schließlich sollen sich die Bernburger und die Studenten auf diese Weise etwas näher kommen und die Stadt schätzen lernen. Dennoch glaubt die 20-Jährige, die an der Organisation beteiligt war, dass es eine „schöne Idee“ ist. Davon ist auch Anja Skonieczny überzeugt. „Das ist ein guter Anfang“, meint die 25-Jährige. Die Masterstudentin für Facility- und Immobilienmanagement findet die Mischung aus Musik, Straßentheater und Marktständen gelungen und hofft, dass sich das Fest in Bernburg etabliert.

Das ist auch der Wunsch von Erich Buhmann, dem Koordinator des Festes. Er äußerte sich zufrieden über die Premiere – die Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen und Vereinen sei gelungen, das Angebot am Abend ebenso. Er sieht aber noch Steigerungsmöglichkeiten.

Quelle: http://www.mz-web.de/artikel?id=1318610494184

1. Kultur Markt Bernburg
IN LEO, Das Anhalt Magazin, 14.10.11

1. Kultur Markt Bernburg

Mit einem Mix aus Konzerten, Vorträgen und Aktionen stellt sich die Stadt Bernburg ihren Studenten vor. Der Kultur Markt Bernburg soll Leben in die Stadt und in die im Zentrum leer stehenden Gebäude bringen.

<img src=“http://www.leo-magazin.com/assets/images/cp/13185127543246985.jpg“

Es ist ein Experiment, das am 14. Oktober punkt 14 Uhr im Alten Rathaus mit einem Vortrag zur Mobilität von Studierenden startet und 15 Uhr mit Straßentheater und Musik seinen Lauf nimmt. Allerdings sind die Macher des Marktes gut vorbereitet. „Kann sein, dass es schüttet“, meint Initiator Prof. Buhmann und präsentiert die Alternative. 600 Quadratmeter Veranstaltungsfläche sind angemietet im verwaisten Haus Markt 13.

Leben ist Musik. Auch das macht der Kultur Markt deutlich. Schülerbands aus Bernburg rocken die Bühne. Mit von der Partie sind außerdem Musiker aus Magdeburg, Halle und Leipzig. „Von dort, wo unsere Studenten auch her sind“, verkündet Erich Buhmann mit einem Augenzwinkern. Die jungen Leute sollen sich heimisch fühlen auf neuem Terrain. Zuhause in Anhalt. Mittendrin im Leben, das auch in Bernburg-Strenzfeld tobt. Ja, die Kulturszene in der Innenstadt soll unter anderem mit einer wiederbelebten Kulturkneipe deutlich an Fahrt aufnehmen und auch in Zukunft mit den Klassikern Erntefest und Klosterweihnacht punkten. Für die ganze Stadt und Region übrigens. Studentenszene lebt aber auch vor den Toren der Stadt. Taucht ab gewissermaßen. Das U-Boot, der Studentenclub im Keller, ist angesagte Adresse.

Auch der LEO wird am diesem Tag die Stadt begleiten und sich vorstellen. Uns gibt es auch schon in der Stadt, zu finden an attraktiven Verteilstellen.
Quelle: http://http://www.leo-magazin.com/news/1379.html

———————————————————————————————————————

Miteinander reden, aufeinander zugehen
VON SUSANNE WEIHMANN, 28.06.11


Landschaftsarchitekt Matthias Därr zeigt den Strenzfelder Studenten im Campus-Pavillon Pläne für die Umgestaltung des Botanischen Gartens in Dresden. Ausgestellt wurden die Arbeiten am Dienstag auf dem Campus vom Bund Deutschen Landschaftsarchitekten. (FOTO: ENGELBERT PÜLICHER)

BERNBURG/MZ. „Dass wir miteinander reden können, macht uns zu Menschen“, sagte einst der Philosoph Karl Jaspers. Gesprochen haben die Hochschule und Stadt indes offenbar in der Vergangenheit zu wenig. Das war zumindest war der Eindruck beim jüngsten Montagsforum der Grünen, das MZ-Redakteur Carsten Steinborn moderierte, als es erneut um das Thema Hochschulstandort Bernburg ging. Immerhin saßen diesmal alle an einem Tisch, um miteinander zu reden: Vertreter der Stadtratsfraktionen und der Hochschule, wenngleich bis auf eine Ausnahme die Studenten fehlten.

„Die Hochschule gehört nach Bernburg“, sagte Hartmut Zellmer (CDU). Die Initiative müsse allerdings von der Hochschule ausgehen. „Wir als Stadt können nur die Hand reichen.“ Seiner Meinung nach ist es relativ einfach Studenten in die Stadt zu holen: Es gebe es in der Stadt genügend leer stehende Gebäude, die für Lehrveranstaltungen genutzt werden können. Udo Riedel (Linke) hält es dagegen für problematisch, mehr Studenten in die Innenstadt zu holen, sollte es nicht einen erheblichen Zuwachs an Studierenden geben. Das würde zu einer stärkeren Zersplitterung der Hochschule führen, meint Riedel. Der FDP-Fraktionsvorsitzende Hagen-Eike Hortian hingegen ist der Auffassung: „Die Hochschule muss in die Stadt kommen.“ In anderen Städten sei der Campus auch mitten in der Stadt.

Professor Jürgen Schmidt erinnerte daran, dass der Fachbereich Wirtschaft bereits in der Stadt, im alten Rathaus, präsent ist. Zusammen mit dem Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie, Landschaftsplanung seien damit 2 800 Studenten am Hochschulstandort Bernburg immatrikuliert. „Das ist ein Pfund, mit dem Sie wuchern können als Stadt“, appellierte Schmidt an Politik und Wirtschaft. Die Kommune müsse sich fragen, wie sie dieses Potenzial nutzen könne.

Auch Hochschulprofessor Peter Kaufmann ist der Meinung: Je mehr Bernburger Unternehmen den Studenten Themen anbieten, etwa für Masterarbeiten, desto eher fühlten sie sich mit der Stadt verbunden und würden bleiben. Indes sprach er sich gegen eine weitere Verlagerung des Campus in die Stadt aus. Für eine Landwirtschaftshochschule sei der Standort in Strenzfeld ideal. „Die Studenten können vom Hörsaal aufs Versuchsfeld“, sagte Kaufmann und überzeugte damit auch Zellmer. Zudem profitiere die Hochschule von der Vernetzung mit der DLG (Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft) und LLG (Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau) vor Ort.

Auch Hochschulmitarbeiterin Sabine Thalmann kann sich einen Umzug in die Stadt nicht vorstellen: „Wir brauchen viel Platz.“ Platz, den die Landwirtschaftsstudenten in Strenzfeld haben, zudem beste Voraussetzungen für Forschungsexperimente. „Wenn wir anfangen, das zu splitten, gefährden wir den Hochschulstandort“, ist sie sich sicher. Sie könnte sich aber gut vorstellen, die Immatrikulationsfeier in der Stadt zu veranstalten. So, wie es bereits einmal in den 90er Jahren der Fall war. Als mögliche Orte wurden Theater oder Kurhaus genannt. Dort könnten sich auch Vereine, Institutionen und Firmen vorstellen, schlug Thalmann vor.

Zur Begrüßung der Erstsemester sollte auch ein umfangreicheres Willkommenspaket gehören – mit Gutscheinen, Freikarten usw., wie es an anderen Hochschulen üblich ist. Zellmer würde sich dafür engagieren und Handwerksbetriebe ansprechen und auch bei Praktika vermitteln. Er erwartet dann aber auch, dass die Studenten auf die andere Seite zugehen und nicht nur erwarten, dass man auf sie zugeht. Sie könnten beispielsweise auch in die Stadtrats- und Ausschusssitzungen kommen und ihre Meinung äußern. Mehrere Feste und studentische Stadtführungen schlägt derweil Erich Buhmann (Grüne) für die „Neuen“ am Semesterbeginn vor. Und auch das Thema „Semesterticket“ ist für ihn noch immer aktuell.

Neben den vielen guten Ansätzen und Ideen, die alle Beteiligten hervorbrachten, kam aber auch die knapp bemessene Zeit durch die Bachelor-Ausbildung zur Sprache: Durch die Einführung des Bachelor-Abschlusses und die damit verbundene Verkürzung der Studienzeit hätten die Studenten immer weniger Zeit, weiß Peter Kaufmann. Früher hätten die jungen Leute mehr Spielräume gehabt, sich ins studentische Leben einzubringen.

Schließlich können sich alle Stadträte, bis auf Hortian, vorstellen, als Hochschulstandort auf dem Ortsschild zu werben. „Ich würde das sogar dreimal drunterschreiben und rot hervorheben“, meinte Karin Brandt (BBG).

Quelle: http://www.mz-web.de/artikel?id=1300343007620

———————————————————————————————————————

Kirche will Ansprechpartner für alle Menschen sein
VON SUSANNE WEIHMANN, 22.02.11,

Montagsforum Die Pfarrer Hans-Christian Beutel, Jörg Bahrke und Johannes Lewek (v. r.) sprachen im Restaurant «Maximus» über «Leben in Bernburg». (FOTO: PÜLICHER)

BERNBURG/MZ. Wie sieht das kirchliche Leben in Bernburg aus? Findet Kirche überhaupt statt? Und wenn ja, in welcher Form? Über diese Fragen diskutierten diesmal im Montagsforum der Grünen Jugend Jörg Bahrke, katholischer Pfarrer in Bernburg, Hans-Christian Beutel, evangelischer Pfarrer der Schlosskirchengemeinde, und Johannes Lewek, evangelischer Pfarrer der Mariengemeinde. „Kirche ist das Salz in der Suppe. Und sie wird gebraucht in der Gesellschaft“, ist Johannes Lewek überzeugt.

Er weiß aber auch, dass sie in Ostdeutschland, also auch in Bernburg, eine geringere Rolle spielt als in vielen Teilen Westdeutschlands und dass es ein „gewisses Misstrauen“ in die Institution Kirche gibt. Das führt Lewek unter anderem auf die DDR-Vergangenheit zurück, in der Kirchenzugehörigkeit oft mit Repressalien verbunden war. Doch der Pfarrer der Marienkirche, der als Zeitzeuge selbst aus dieser Zeit berichten kann und Mitbegründer des Neuen Forums zur Wende war, meint, es tue der Kirche „ganz gut in einer Minderheit zu sein“ und er fühle sich „ganz gut aufgehoben in einer Minderheit“. Er wünscht sich kein „Volkskirchentum“. Auch seine Kollegen Bahrke und Beutel verspüren kein Bedürfnis, zu missionieren. „Ich möchte die Menschen nicht für die Kirche begeistern“, sagte Beutel. Er wolle mit den Menschen schlichtweg über Glauben reden und versuchen, die Fragen des Lebens zu beantworten. Gelegenheit dazu hat der Theologe beispielsweise in der Schule, denn neben seiner Tätigkeit als Pfarrer in der Schlosskirchengemeinde unterrichtet er am Gymnasium Carolinum.

Einen „antikirchlichen Reflex“ hat er dabei bisher kaum erlebt. Vielmehr begegnen ihm die Schüler, auch jene, die den Religionsunterricht nicht besuchen, meist offen und neugierig. Hans-Christian Beutel ist überzeugt: „Wenn ich glauwürdig bin, kriegt die Kirche für die Schüler ein Gesicht.“ Sein katholischer Kollege Bahrke pflichtete ihm bei. „Mit meinem Gesicht, mit meiner Integrität zeige ich, was Kirche ist.“ Dazu gehört für ihn wie für seine Kollegen die Seelsorge: Für andere da zu sein und ein offenes Ohr zu haben. Alle drei Pfarrer möchten „Ansprechpartner für alle“ sein. Da spiele die Religionszugehörigkeit keine Rolle. „Wir wollen Menschen, die religiöse Fragen haben, Angebote machen“, sagte etwa Lewek. Kirche sei dabei eine Möglichkeit, eine Antwort zu geben. „Aber nicht die einzige.“

Und Beutel meinte, er sehe seine Aufgabe darin, Menschen in der aktuellen Lebenssituation Hilfe zu geben: „Die Botschaft, die Jesus angestoßen hat, auf die heutigen Verhältnisse übertragen“, fasste es Beutel zusammen. Für Michael Gerlach ist die Kirche in mehrfacher Hinsicht eine Bereicherung. „Kirche“ bedeute für ihn „Zusammenfinden“, sagte der junge Mann im Publikum. „Kirche bringt die Menschen zusammen.“ Auch Moritz Müller, der Moderator des Abends, bemerkte, dass er sich in der Kirche immer wohl gefühlt habe: Er sei in die Christenlehre gegangen, habe Gemeindefeste besucht und war in der Jungen Gemeinde, zählte er auf. Allerdings hätten ihn als junger Mensch die Gottesdienste nicht angesprochen. Da hätte er sich eine „peppigere Ansprache“ gewünscht. Dennoch forderte er keine Veränderungen, denn die Mehrheit der (älteren) Gottesdienstbesucher würde dies vermutlich nicht ansprechen.

Jörg Bahrke ist davon überzeugt, dass es auch künftig kirchliches Leben in Bernburg geben wird. „Solange die Kirche auf den Menschen eingeht und den Blick offen hält, werden wir nicht arbeitslos.“ Johannes Lewek ist der Auffassung, es wird in Zukunft ein globales Christentum geben, eine Vielfalt, die er teilweise schon jetzt erlebt, für die aber auch immer Toleranz Voraussetzung ist. Bei all dieser Vielfalt hofft er dann auch, dass man künftig offen über seine Religionszugehörigkeit reden kann. Hans-Christian Beutel formulierte abschließend den Wunsch, „dass wir ein ökumenisch gelebtes Christensein leben“ und „die Lebensfrage gemeinsam angehen“.

Quelle: http://www.mz-web.de/artikel?id=1297405361603

———————————————————————————————————————

Schule der Zukunft gemeinsam gestalten
VON SUSANNE WEIHMANN, 25.01.11,

Montagsforum
Staatssekretär Winfried Willems (stehend) diskutierte mit Schülern, Elternvertretern und Lehrern über das Miteinander in der Schule. (FOTO: E. PÜLICHER)

BERNBURG/MZ. Geht es an Bernburger Schulen demokratisch zu? Gibt es ein Miteinander von Lehrern, Schülern und Eltern? Und haben Schülern und Eltern ein Mitspracherecht? Diese und ähnliche Fragen wurden im Bernburger Montagsforum der Grünen Jugend im Restaurant „Maximus“ mit Bildungsstaatssekretär Winfried Willems (CDU) diskutiert. „Demokratie in der Schule fängt an, indem die Lehrer die didaktische Kompetenz der Schüler würdigen“, sagte Willems. Die Schüler sollten ernst genommen und auch die Eltern mit einbezogen werden, forderte der Staatssekretär. „Ich bin mir nicht sicher, dass das in den Schulen überall gelingt.“

Zumindest in einigen Bernburger Schulen scheint man da laut Elternvertreter Gunnar Braekow auf einem guten Weg: Er erinnerte daran, dass durch den Einsatz der Eltern die Schließung der Goetheschule zugunsten der Evangelischen Grundschule in der Waisenhausstraße verhindert wurde. Der Kampf habe sich seiner Meinung nach gelohnt. „Die Schule hat sich etabliert.“ Und auch im großen Schulelternrat am Gymnasium gelinge es inzwischen, Meinungen zu bilden. „Die Diskussionen sind offen und ehrlich – das war nicht immer so“, erzählte Braekow. Auch die Elternratsvorsitzende Jana Kotschote hat beobachtet, dass die Eltern selbstbewusster geworden sind. „Sie trauen sich, ihre Meinung zu sagen.“ Tine Lise Braekow, Schulsprecherin am Carolinum, berichtete, dass es auch als Schülervertreter möglich sei, sachlich in der Gesamtkonferenz zu diskutieren und dass auch Vorschläge der Schüler ernst genommen würden. Jens Grey, Elternvertreter der Sekundarschule Süd-Ost, merkte aber auch an, dass es zahlreiche Eltern gebe, die man nicht erreiche. „Wie erreichen wir die Eltern, die gewisse Anzeichen von Lethargie haben?“, fragte Grey etwas hilflos. Schließlich leiste das Elternhaus seiner Meinung nach den Hauptbeitrag, nicht die Schule. Auch Karla Reiter, die Schulleiterin des Carolinums, nahm die Eltern in die Pflicht. „Aber die Eltern können ja nicht einmal gezwungen werden, in die Sprechstunden der Lehrer zu kommen.“

Roman Binder, Bildungspolitischer Sprecher der Grünen, plädierte für eigenständige Schulen – Schulen, die auch über einen eigenen Haushalt verfügen. Und er ist der Auffassung, dass der Diskurs zwischen den Ebenen – Ministerium, Landes- und Schulverwaltungsamt sowie Schule – verbessert werden müsse. „Schule ist Leben und kein abgeschlossener Raum.“ Auch Schulleiterin Karla Reiter wünscht sich mehr Freiheit und weniger strenge Reglementierung. Lehrer müssten heute zunehmend die Aufgabe eines Managers übernehmen. „Vielleicht haben wir aber auch Angst davor, weil wir die Aufgabe nicht haben.“ Sie sagte abschließend, dass sie sich mehr Zeit und Ruhe wünsche und dass die Politik nicht immer wieder in bestehende Strukturen eingreife. „Ich wünsche mir die nötige Ruhe, endlich einmal eine Baustelle zu beenden.“ Nur so sei es möglich, Kompetenzen zu erweitern und sich intensiv mit Inhalten auseinander zu setzen, ist Reiter überzeugt.

Angret Zahradnik, Schulleiterin Sekundarschule Campus Technicus, geht einen Schritt weiter: Die Lehrer hätten schon jetzt genügend Gestaltungsraum, meint sie. Man müsse nun Schritt für Schritt wegkommen von der jetzigen Form des Frontalunterrichts und die Lehrer müssten ihre neue Rolle, die des Moderators, auch annehmen. Zahradnik und Reiter sind sich einig, dass eine solche Weiterentwicklung nur durch eine Zusammenarbeit zwischen Lehrern, Schülern und Eltern sowie Verwaltung möglich ist.

Quelle: http://www.mz-web.de/artikel?id=1295257771231
———————————————————————————————————————

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>